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Drei Nachbar*innen wollen sich nicht länger von den sozialen Medien abhängig machen und verbünden sich, um gegen die Giganten des Internets anzukämpfen. Dabei haben sie alle ihre ganz persönlichen Beweggründe: Marie muss seit der Trennung vom Ehemann ihr Mobiliar im Internet verkaufen, um über die Runden zu kommen. Zu allem finanziellen Übel fürchtet sie um den Respekt ihres jugendlichen Sohnes, sollte ein peinliches Sextape von ihr online gehen. Bertrands Tochter wurde Opfer von Cyber-Mobbing, während er selbst sich in die Stimme einer Callcenter-Agentin am anderen Ende der Welt verliebt hat und ihr kein noch so beklopptes Angebot ablehnen kann. Und schließlich Christine, die sich über schlechte Internet-Bewertungen wundert, die sie trotz aller Anstrengungen als Uber-Fahrerin mit ihrem Kleinwagen bekommt und ihr dadurch die erneute Arbeitslosigkeit droht.

Die französische Tragikomödie wurde im Wettbewerb der Berlinale 2020 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Zur offiziellen Verleiherseite und zum Trailer geht’s hier.

Pressestimmen:
„Zwischen Groteske und politischem Manifest werden in dieser Komödie über drei arme Teufel, die verfängliche Videos löschen lassen wollen, mit anarchischem Humor die Folgen der Online-Abhängigkeit veranschaulicht.“ (epd-Film)

„Nervige Captcha-Felder auf der Webseiten-Anmeldung. Endlos-Warteschleifen bei Hotlines. Vergessene Passwörter. Penetrante Werbeanrufe von Callcentern – gegen solche Windmühlen digitaler Errungenschaften haben drei wackere Franzosen in dieser Komödie schier pausenlos zu kämpfen. Der Wiedererkennungseffekt beim Publikum fällt da so groß aus wie das Mitgefühl für diese Verzweifelten. Prompt avancierte das Werk in seiner Heimat mit über 500.000 Zuschauern zu einem der erfolgreichsten Kinofilme, auf der Berlinale gab es den Bären in Silber.“ (programmkino.de)

„Bissige Sozialsatire über das Gefühl, mit den Anforderungen des modernen Lebens irgendwie überfordert zu sein.“ (Cinema)

„Benoît Delépine und Gustave Kervern erzählen in DELETE HISTORY erneut die Geschichte des kleinen Mannes gegen das böse System – und sparen dabei nicht mit zündender Situationskomik, in der sich jeder, der schon mal online gegangen ist, sofort wiederfinden wird.“ (filmstarts.de)

„Eine genial witzige und superrelevante Komödie.“ (Le Parisien)

„Gnadenlos komischer Exkurs über drei Außenseiter, die gemeinsame Sache machen, um gegen Tech-Giganten ins Feld zu ziehen“ (kino.de)

Auszeichnungen:

Internationale Filmfestspiele Berlin 2020:
Silberner Bär

Foto: © 2020 X-Verleih

Festival-Nachlese
ONLINE FÜR ANFÄNGER (Effacer l’historique)
Regie: Gustave Kervern, Benoît Delépine, FR 2020, 106 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 12, mit Blanche Gardin, Denis Podalydès, Corinne Masiero


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