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Film

Mildred und Richard lernen sich in den 50er-Jahren in Virginia kennen und lieben. Doch die gesellschaftlichen Konventionen und sogar das Gesetz verbieten es den beiden, ihre Liebe öffentlich zur Schau zu stellen oder gar zu heiraten, denn Richard ist weiß und Mildred schwarz. Als sie sich entgegen aller Warnungen ins liberale Washington aufmachen, um dort zu heiraten und ihre Zusammengehörigkeit offiziell zu besiegeln, erwarten sie nach ihrer Rückkehr nach Hause nicht nur Hass und Feindseligkeit, sondern die Androhung von Strafe – ihre Heiratsurkunde ist in Virginia nichts wert, sollten sie sich weigern, sich zu trennen, droht ihnen das Gefängnis. Als Alternative scheint sich ihnen nur der Weggang aus ihrer Heimat zu bieten, das Verlassen von Freunden und Familie. Richard und Mildred weigern sich, diese Ungerechtigkeit zu akzeptieren, und ziehen vor Gericht.

Zur offiziellen Filmseite und dem Trailer geht’s hier.


Auszeichnungen:

Deutsche Film- und Medienbewertung, FBW: Prädikat besonders wertvoll

„Eine Fülle von Szenen gehen gerade deswegen eindrucksvoll unter die Haut, weil die latente Bedrohung der Familie zu spüren ist, verbunden mit der scheinbaren Gewissheit, dass jetzt doch etwas Schreckliches passieren müsste. Dass der Film seinen Spannungsbogen jederzeit durchhalten kann, verdankt er auch dem grandiosen Spiel von Ruth Negga als Mildred und dem kantigen, erdigen und in sich gekehrten Spiel von Joel Edgerton als Richard Loving. Ein besonderes Lob verdient die sehr sorgfältige, stimmige und dennoch unaufdringliche Ausstattung hin bis zu den kleinsten Details.“

Zur vollständigen Jury-Begründung geht’s hier.


Santa Barbara International Film Festival 2017: Virtuoso Award für Ruth Negga

Golden Globe Awards 2017: Nominierungen in den Kategorien Bester Hauptdarsteller – Drama (Edgerton) und Beste Hauptdarstellerin – Drama (Negga)
    
Oscarverleihung 2017: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin

Auszeichnung mit dem Black Reel Award im Jahr 2017 für Ruth Negga in der Kategorie Outstanding Actress.


Pressestimmen:

„Erfreulich unaufgeregter Historienfilm, der die Geschichte von Richard und Mildred Loving erzählt, die in den 60er Jahren gegen das in ihrem Heimatstaat Virginia geltende Verbot „gemischtrassiger“ Ehen klagen. Statt als pathosschwangeres Gerichtsdrama inszeniert Nichols das bedeutsame Geschehen als intimes Porträt zweier Menschen, die Geschichte schreiben, weil sie sich einfach nur lieben wollen – und trifft damit den Kern der Sache.“ (epd-Film)

„Aber auch diesmal bleibt Nichols seinem subtilen Stil treu, unterläuft konsequent alle Erwartungen des Publikums an ein klassisches Gerichtsdrama und liefert so einen der leisesten, unaufgeregtesten, bescheidensten und dennoch kraftvollsten Bürgerrechtsfilme überhaupt.“ (filmstarts.de)

„Der Wunsch zu heiraten mag konservativ erscheinen, aber er ist vor allem ein Symbol der Gleichberechtigung. Heute kämpfen dafür homosexuelle Paare, Ende der 50er Jahre das gemischtrassige Paar Mildred und Richard Loving, die im Mittelpunkt von Jeff Nichols Film stehen, der auf berührende Weise Geschichte aus der Perspektive der Menschen erzählt, die unmittelbar von ihr betroffen sind.“ (programmkino.de)

„Weniger ein Bürgerrechtsdrama denn ein zärtliches Porträt einer Ehe, die unvorstellbaren Belastungen ausgesetzt ist. LOVING überzeugt durch seinen erzählerischen Ansatz und Joel Edgertons und Ruth Neggas besten Darstellerleistungen ihrer bisherigen Karrieren.“ (Empire UK)

Do 20.7. 20.15 OmU
Fr 21.7. 20.15 DF
Sa 22.7. 18.00 OmU
So 23.7. 18.00 DF
Festival-Nachlese
LOVING
Regie: Jeff Nichols, US/GB 2016, 124 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 6, mit Joel Edgerton, Ruth Negga, Marton Csokas

 

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