Direkt zum Inhalt

Wiesbadener Erstaufführung: In seiner Dokumentation beschäftigt sich der Regisseur Kai Ehlers mit Ernst Otto Karl Grassmé. Von den Nationalsozialisten wurde Grassmé als schizophren eingestuft und in Folge dessen interniert und zwangssterilisiert. Die Verbreitung einer vermeintlichen Erbkrankheit sollte so verhindert werden. Im Jahr 1939 wurde er schließlich entlassen, bevor die Aktion T4, das Euthanasieprogramm des NS-Regimes, in Kraft trat. Seitdem lebte Grassmé im Wald. Obwohl er schon kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Kontakt mit den Behörden aufnahm, erhielt er nie eine Entschuldigung – und eine Entschädigung kam erst kurz vor seinem Tod.

Zur offiziellen Filmseite und zum Trailer geht’s hier.

Bitte beachten Sie auch das Online-Archiv über Ernst Otto Karl Grassmé.

Pressestimmen:

„Ehlers‘ Film berührt, weil es ihm gelingt, denjenigen, über den stets geurteilt wurde, hier selbst zu Wort kommen zu lassen, in all seiner Liebenswürdigkeit, seiner Schrägheit, seiner Harmlosigkeit und seiner Verzweiflung. Es ist ein schwieriger Film, der Geduld erfordert, sich aber unbedingt lohnt.“ (epd-Film)

„Durch die Diskrepanz zwischen filmischem Raum und erzählter Zeit gelingt es Ehlers, gleichzeitig Spannung und Unbehagen zu erzeugen. Sie laden das genaue, einfühlsame und respektvolle Porträt von Ernst Otto Karl Grassmé auf mit der Frage nach dem Umgang von Gesellschaften mit ihren nicht konformen Mitgliedern.“ Prädikat: besonders wertvoll (Deutsche Film- und Medienbewertung. FBW)

In Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Foto: © Kai Ehlers 2019

Filmemacher*innen zu Gast
FREISTAAT MITTELPUNKT
Regie: Kai Ehlers, DE 2019, 83 min, DCP, DF, FSK: ab 12

Gespräch mit dem Regisseur im Anschluss


« Zurück