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Film

Das in Ungarn spielende Liebesdrama MELODIE DES HERZENS gilt als der erste deutsche komplett vertonte Spielfilm. Der erste Satz – „Ich spare nämlich auf ein Pferd.“ – wird von dem Schauspielstar Willy Fritsch gesprochen. Dieser spielt den mittellosen Soldaten János Garas, der mit einem Pferd später ein Transportgeschäft gründen will. Er verliebt sich in das Bauernmädchen Julia Balog, das in Budapest eine Arbeit als Dienstmagd gefunden hat. Doch als Julia ihre Stellung verliert, gerät sie in die Fänge der skrupellosen Zimmervermittlerin Czibulka, welche die junge Frau an ein Bordell vermittelt. Als János Julia dort erblickt, nimmt die Tragödie ihren Lauf.

„Die Tonfilmskeptiker müssen schweigen. Die Existenzberechtigung und die Erfolgsmöglichkeit des singenden und sprechenden Bildes ist nunmehr auch für Deutschland klar erwiesen. Das Talkie ist aus dem Stadium des Experiments heraus. Ziel, Richtung und Methodik des Tonfilms zeichnen sich klar und deutlich in der MELODIE DES HERZENS ab.“ (Der Kinematograph, 1929)

„Alle Hoffnungen wurden erfüllt: herrliche Photographie, meisterhafte Bildgestaltung, wunderbare Bilder aus dem unbekannten, verträumten Ungarn, Sprache, Musik, Lieder, Geräusche, Willy Fritsch, Dita Parlo [...], alles singt und spricht […].“ (Oskar Kalbus: Vom Werden deutscher Filmkunst.)

Mi 24.02.2016 20.15 Uhr *
So 28.02.2016 15.30 Uhr
50. Jahre Murnau-Stiftung
MELODIE DES HERZENS
Regie: Hanns Schwarz, DE 1929, 92 min, 35mm, FSK: ungeprüft, mit Dita Parlo, Willy Fritsch, Gerö Maly
Einführung: Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik am 24.2.

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