Wie viele ihrer Kolleginnen warten auch die beiden Komparsinnen Jeanette und Mimi auf ihre große Chance als Schauspielerin. Doch der Durchbruch als Filmstar lässt auf sich warten. Als die beiden die Gelegenheit haben, während eines Drehs ein vornehmes Auto zu fahren, tritt Jeanette das Gaspedal durch. Die Freundinnen haben die Warterei satt und begeben sich auf ein turbulentes Abenteuer…
Für die Komposition von DIE GRÄFIN VON MONTE CHRISTO zeichnete Allan Gray verantwortlich, die Liedtexte schrieb Drehbuchautor Walter Reisch. Die Musik-Bearbeitung und musikalische Leitung übernahm Artur Guttmann. Guttmann (1891–1945) war ein österreichischer Kapellmeister und Filmkomponist. Nach dem Ersten Weltkrieg kam er nach Berlin, kehrte aufgrund der Nazis 1933 aber zurück nach Wien und emigrierte später in die USA. Seine letzte Arbeit war für den Anti-Goebbels-Film ENEMY OF WOMEN (1944).
Pressestimmen:
„Der Autor Walter Reisch hat es verstanden, die Handlung bis zu der Pointe, die man nicht voraussieht, interessant zu steigern. Alle Darsteller sind ausgezeichnet. […] der Regisseur Hartl hat mal wieder einen höchst wirkungsvollen Film geschaffen.“ (Österreichische Film-Zeitung, 1932)
„Ein vorbildliches Manuskript, eine vorbildliche Regie, eine vorbildliche Besetzung […] Im Anfang war das Manuskript, in diesem Fall von Walter Reisch, einem unserer Besten, neuartig in der Idee, originell in der Durchführung, kultiviert im Dialog. Der Regisseur Karl Hartl […] überrascht hier durch eine leichte Eleganz der Szenenführung, durch eine Beherrschung des Thematischen, die sich niemals in Kleinigkeiten verliert, dabei jedes Detail liebe- und verständnisvoll durcharbeitend.“ (Die Filmwoche, 1932)
„DIE GRÄFIN VON MONTE CHRISTO ist einer der besten deutschen Tonfilme… der beste Ufa-Film der letzten Zeit. Das Publikum war begeistert.“ (Berliner Börsen-Courier, 1932)
„Der von Karl Hartl inszenierte Film wechselt das Genre so abrupt wie die Protagonistin ihren Lebensstil. Man flieht mit ihr aus der Wirklichkeit und landet in der heilen Ufa-Welt. Dass man der statuarisch schönen Brigitte Helm die Komparsin abnehmen konnte, war einem akustischen Schönheitsfehler zu verdanken, der in Stummfilmen wie METROPOLIS nicht auffiel: ihrer ziemlich gewöhnlichen, ungeschulten Stimme.“ (Tagesspiegel, 2005)
Bild: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
135. Geburtstag Artur Guttmann
DIE GRÄFIN VON MONTE CHRISTO
Regie: Karl Hartl, DE 1932, 90 min, DCP, DF, FSK: ungeprüft, mit Brigitte Helm, Rudolf Forster, Gustaf Gründgens