Im zweiten NIBELUNGEN-Teil vollzieht sich die Rache von Kriemhild wie bereits im ersten Teil SIEGFRIED in sieben Akten. Um den Tod an Siegfried zu sühnen, willigt sie in die Ehe mit dem Hunnenkönig Etzel ein. Zur Geburt ihres Sohnes wird ein großes Fest gegeben, welches Kriemhilds Racheplan dient.
Fritz Langs Verfilmung des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes gehört zu den monumentalen Produktionen des Weimarer Kinos. Lang und Autorin Thea von Harbou konzipierten den zwischen 1922 und 1924 entstandenen Film in zwei Teilen – SIEGFRIED und KRIEMHILDS RACHE. Als Vorlage diente nicht die populäre Oper Richard Wagners, sondern die ursprüngliche nordische Volkssage. Diese Entscheidung spiegelt sich auch in ästhetischen Gesichtspunkten – wie der Architektur und den Kostümen – wider, als auch in der Musikbegleitung. Statt Motive aus Wagners Oper zu verwenden, komponierte Gottfried Huppertz eine neue Musik.
Im Rahmen der Kinoreihe Pionierinnen des Kinos stellen wir das Werk der Kostümbildnerin Aenne Willkomm im September mit Monumentalfilm-Zweiteiler DIE NIBELUNGEN und der Theodor Storm-Verfilmung ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS vor.
Bild: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Pionierinnen des Kinos
DIE NIBELUNGEN. 2. TEIL: KRIEMHILDS RACHE
Regie: Fritz Lang, DE 1924, 130 min, DCP mit eingespielter Originalmusik von Gottfried Huppertz (Neuedition: Frank Strobel), DF, FSK: ab 0, mit Margarete Schön, Theodor Loos, Rudolf Klein-Rogge
Überlängenaufschlag: 1€