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Der nationalsozialistische Propagandafilm mit antibritischen Tendenzen spielt 1918 an der arabisch-syrischen Front des allmählich auseinander fallenden Osmanischen Reichs. Dort hält Hauptmann Schulz mit einer kleinen Truppe ein Fort gegen arabische Wüstenstämme, die vom britischen Militär unterstützt werden. Schulz kommandiert Leutnant Keller nach Damaskus für die Beschaffung von Lebensmittel ab. Dabei trifft Keller auf die Deutsche Vera Niemeyer, die soeben ihren Entführern entkommen ist.

Die Außenaufnahmen in der Wüste entstanden zwischen dem 15. September bis Anfang Dezember 1938 hinein in Libyen sowie auf einem Passagierschiff vor der libyschen Küste. Die Kampfszenen im Wüstenfort wurden auf dem Terra-Freigelände in Berlin hergestellt. Der Film kostete rund 1.055.000 Millionen Reichsmark und erhielt die nationalsozialistischen Filmprädikate „staatspolitisch wertvoll“ und „künstlerisch wertvoll“. Ganz im Sinne herrschender NS-Ideologie ist der Film ein Hohelied auf die Tapferkeit und das deutsche Durchhaltervermögen selbst im Angesicht einer militärischen Niederlage.

„AUFRUHR IN DAMASKUS hat ein offenes Ende. In der Logik des Films geht es um die Notwendigkeit, weiter zu kämpfen. Auch für das Publikum. In diesem Wirklichkeitsfilm ist für keine andere Realität als die nationalsozialistische Platz.“ (Irit Neidhardt: Einführung zu „Aufruhr in Damaskus“ zur Filmreihe im Zeughauskino „Der globale Krieg. Der Erste Weltkrieg und das Kino.“)

Fotos oben: Quelle Deutsches Filminstitut, Frankfurt

Sa 20.4. 15.30
Mi 24.4. 15.30
115. Geburtstag Joachim Gottschalk
AUFRUHR IN DAMASKUS
Regie: Gustav Ucicky, DE 1939, 98 min, 35mm, FSK: ab 0, mit Joachim Gottschalk, Brigitte Horney, Hans Nielsen

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