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Festival-Nachlese

In dieser Reihe betreiben wir eine erstklassige Nachlese internationaler Festival-Highlights, die man unbedingt auf der großen Leinwand gesehen haben sollte. 

Mai:

In der Festival-Nachlese präsentieren wir im Mai sehenswerte Filme als Wiesbadener Erstaufführung: NAWI – DEAR FUTURE ME basiert auf der preisgekrönten Geschichte der Kenianerin Milcah Cherotich. Das Filmdrama wurde als offizieller kenianischer Oscar-Beitrag 2025 ausgewählt und gewann einen African Academy Award für die Hauptdarstellerin Michelle Lemuya.
In seinem Kinodebüt ZWEITLAND beleuchtet Regisseur Michael Kofler eindringlich die Ereignisse rund um die „Feuernacht“ in Südtirol. Thomas Prenn und Laurence Rupp spielen ein gegensätzliches Bruderpaar an der Seite von Aenne Schwarz als moderne Vordenkerin.
Mit über 14 Millionen Kinobesuchern in Japan ist KOKUHO – MEISTER DES KABUKI der erfolgreichste japanische Spielfilm aller Zeiten. Für Regisseur Sang-Il Lee ist KOKUHO die dritte Verfilmung eines Romans von Shūichi Yoshida. Das historische Drama, das als erster japanischer Film eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bestes Make-up und Hairstyling“ erhalten hat, ist ein mehrere Jahrzehnte umfassendes epochales Werk.
GAVAGAI von Ulrich Köhler ist eine vielschichtige Reflexion über Kunst und Moral, Rassismus und Postkolonialismus, Machtstrukturen und Identität. Das schwarzhumorige Drama feierte seine internationale Premiere beim New York Film Festival im September 2025.

Der französische Animationsfilm ARCO – EINE FANTASTISCHE REISE DURCH DIE ZEITEN ist eine einfühlsame und originelle Zeitreisegeschichte für Kinder wie Erwachsene. Er wurde bereits vielfach nominiert u.a. für den Golden Globe sowie Oscar und ist preisgekrönt u.a. mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie „European Animated Feature Film“.

Lilian Steiner hat sich in Paris als fähige Psychotherapeutin einen Namen gemacht. Doch der angebliche Suizid einer Patientin wirft sie völlig aus der Bahn und sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln… Die französische Filmemacherin Rebecca Zlotkowski erzählt mit PARIS MURDER MYSTERY eine elegant gefilmte und unvorhersehbare Whodunit-Story mit Jodie Foster in der Hauptrolle. Für die US-amerikanische Schauspielerin ist es der erste Auftritt im französischsprachigen Kino seit über 20 Jahren.

Für THE HISTORY OF SOUND konnte Regisseur Oliver Hermanus mit Paul Mescal und Josh O’Connor zwei der begehrtesten jungen Schauspieler unserer Zeit gewinnen. Seine Weltpremiere feierte THE HISTORY OF SOUND im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes, wo der Film mit minutenlangen stehenden Ovationen gefeiert wurde.

Juni:

Vierzehn Jahre nachdem sie einen versuchten Femizid überlebt hat, kehrt die Filmemacherin Daniela Magnani Hüller zu den Menschen von damals zurück und reflektiert noch einmal prägende Momente. WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT wurde in der Sektion Forum bei der Berlinale 2026 uraufgeführt und erhielt eine „Special Mention“ der Dokumentarfilm-Jury der Berlinale 2026. In Kooperation mit dem Zonta Club Wiesbaden,  ZORA – Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen* und junge Frauen* und Amnesty International Wiesbaden.

Ein berauschend komisches Drama, das in seinen Abgründen an Shakespeare erinnert: DIE REICHSTE FRAU DER WELT mit einer brillanten Isabelle Huppert in der Titelrolle ist eine so grandiose wie doppelbödige Satire über die Macht des Geldes und den verführerischen Glauben an eine Familie, die ihr widerstehen könnte.

Bild: WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT © Bildersturm Filmproduktion

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