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Film

Opfer der Gesellschaft

(Spielfilm/Hauptfilm)

  • Drama aus dem Jahre 1918
  • Länge: 1597m 59min
  • Land: Deutschland
  • Regie: Willy Grunwald
  • Drehbuch: Robert Heymann, Robert Wiene
  • Kamera: Karl Freund
  • Bauten: Jack Winter
  • Kurzinhalt:
    Maria Bellina steht wegen Mordes vor Gericht. Der junge, höchst moralistische Staatsanwalt Chrysander setzt durch, dass sie zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Sie selber hat stets die Aussage verweigert, bei der Urteilsverkündung lächelt sie wie befreit. Chrysander verlobt sich mit Wega, der Tochter des Gerichtspräsidenten. Als er aber das Tagebuch der Bellina liest, ändert sich sein Leben ...
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    Maria Bellina steht wegen Mordes vor Gericht. Der junge, höchst moralistische Staatsanwalt Chrysander setzt durch, dass sie zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Sie selber hat stets die Aussage verweigert, bei der Urteilsverkündung lächelt sie wie befreit. Chrysander verlobt sich mit Wega, der Tochter des Gerichtspräsidenten. Als er aber das Tagebuch der Bellina liest, ändert sich sein Leben. Bellina beschreibt, wie es zu ihrer Tat hatte kommen können. Als junges Mädchen war sie von einem Studenten verführt worden, der sie mit dem Kind hat sitzen lassen. Sie nahm eine Stelle an als Pflegerin eines alten Herrn, der ihr versprach, sie zur Universalerbin zu machen. Aus Liebe zu ihrem Kind und um seine Zukunft zu sichern, ließ sie sich mit dem alten Herrn auf eine Liebesaffäre ein. Als der alte Herr starb, war sie endlich frei und das Kind reich. Doch sie lernte einen Mann kennen und lieben, von dessen Spielleidenschaft sie erst nach der Hochzeit erfuhr. Sie trennte sich von ihm; um den Rest ihres Geldes zu retten, gab sie ihr Kind in eine Erziehungsanstalt, während sie sich prostituierte, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eines Tages traf sie ihren Mann wieder - und damit ihr Kind niemals das Geheimnis um ihre Mutter kennenlernt, hat sie ihn umgebracht. Mit der Lektüre des Tagebuchs ändern sich die hochmoralischen Ansichten des Staatsanwaltes. Er will sich nun um die Ärmsten der Armen kümmern, weil er entdeckt hat, dass auch sie Menschen sind. Deshalb löst auch Wega ihre Verlobung mit Chrysander und wendet sich dem Fabrikbesitzer Spinegg zu. Monate später aber treffen Chrysander und Wega wieder einander, und das ist für Spinegg Grund genug, die Scheidung einzureichen. Vor Gericht leistet Chrysander einen Meineid, um Wega zu schützen, und kommt ins Zuchthaus. Chrysander erfährt, dass er das Kind von Maria Bellina ist, das sie stets hat schützen wollen, und um dessentwillen sie einen Mord begangen hat. Spinegg hat inzwischen Wega schwanger sitzengelassen. Chrysander ermordet Spinegg und nimmt die Todesstrafe gelassen an, denn sein Tod soll das Gewissen der Menschen aufrütteln.
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  • Produktion: Messter-Film GmbH