Direkt zum Inhalt
Film

Jungens

(Spielfilm/Hauptfilm)

  • Kinderfilm aus dem Jahre 1941
  • Deutsche Erstaufführung: 02.05.1941
  • Länge: 2223m 82min
  • Land: Deutschland
  • Regie: Robert A. Stemmle
  • Drehbuch: Otto Bernhard Wendler, Horst Kerutt, Robert A. Stemmle
  • Autor: Horst Kerutt
  • Kamera: Robert Barberske
  • Musik: Werner Egk, Ludwig Preiß
  • Ton: Erich Schmidt
  • Bauten: Emil Hasler
  • Kurzinhalt:
    JUNGENS von Robert A. Stemmle aus dem Jahr 1933 ist einer der wenigen Propagandafilme des Dritten Reichs, der sich direkt an Kinder und Jugendliche richtete. Der junge Lehrer und Hitlerjugend-Führer Hellmut Gründel kommt in das kleine Dünendorf an der Ostsee, welches fest in der Hand des Gastwirts Ottokar Waschke ist. Waschke besitzt den einzigen Schlepper, mit dem die Fischer ihren Fang transpor ...
    mehr
    JUNGENS von Robert A. Stemmle aus dem Jahr 1933 ist einer der wenigen Propagandafilme des Dritten Reichs, der sich direkt an Kinder und Jugendliche richtete. Der junge Lehrer und Hitlerjugend-Führer Hellmut Gründel kommt in das kleine Dünendorf an der Ostsee, welches fest in der Hand des Gastwirts Ottokar Waschke ist. Waschke besitzt den einzigen Schlepper, mit dem die Fischer ihren Fang transportieren können. So zwingt er sie, ihm ihre Ware zu einem Spottpreis zu verkaufen, um sie dann in der Stadt teuer weiterzuverkaufen. In der Nacht betreibt er außerdem Sprit-Schmuggel. Gründel regt die Gründung einer Genossenschaft an, mit der sich die Fischer von Waschke unabhängig machen können und macht sich dadurch zum Feind des Gastwirts. Der junge Heini, Sohn des Dünenwächters Albert Faustmann, beobachtet an der Küste den Sprit-Schmuggel. Waschke lenkt den Verdacht weg von sich auf Heinis Vater und droht, ihn an die Polizei zu verraten. Heini weiß nicht, wem er sich anvertrauen kann und zieht sich zurück. Doch dann offenbart er sich doch noch seinen Eltern sowie Gründel und der HJ, die jetzt gemeinsam Waschke das Handwerk legen können Der nationalsozialistische Jugendfilm JUNGENS propagiert die Kameradschaft und das Vertrauen in der Hitlerjugend. Die Rollen der dreizehn Hauptdarsteller wurden von Jungen aus der Adolf-Hitler-Schule in Sonthofen gespielt. Die nationalsozialistische Regierung wirbt damit bei dem jungen Kinopublikum um neue Mitglieder für die Staatsjugend, die als solidarische und tugendhafte Gemeinschaft dargestellt wird. Hitlers Plan hinter den Jugendorganisationen war die Ausbildung einer neuen Elitegemeinschaft, die der nationalsozialistischen Gesinnung der Regierung blind folgen sollte. Der junge Lehrer und HJ-Führer versucht mit vermeidlichen modernen Ideen, die aber im Sinn der NS-Ideologie stehen, gegen die Kriminalität in dem Ostseedorf vorzugehen. Damit steht die Kriminalgeschichte im Zusammenhang mit Hitlers Ideologie der Ausschaltung des so bezeichneten „Volksschädlings“, der die friedliche „Volksgemeinschaft“ bedroht. Von den Alliierten wurde der Film 1945 als Verbotsfilm klassifiziert. Seit 1966 befinden sich die ehemaligen Verbotsfilme im Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und werden unter Vorbehalt in öffentlichen Aufführungen zugänglich gemacht. Darunter fallen die Propagandafilme aus der Zeit des Nationalsozialismus, deren Inhalt kriegsverherrlichend, rassistisch, antisemitisch und/oder volksverhetzend ist und deshalb auf Beschluss des Stiftungs-Kuratoriums nicht für den allgemeinen Vertrieb freigegeben werden. Diese Vorbehaltsfilme stehen jederzeit in den Räumen der Stiftung selbst für schulische, wissenschaftliche und dokumentarische Zwecke zur Sichtung zur Verfügung. Die vielfältigen und jederzeit möglichen bundesweiten öffentlichen Aufführungen in Kinos, Universitäten, Schulen etc. sind eingebunden in einen einführenden Vortrag und eine anschließende Diskussion.
    weniger
  • Produktion: Universum Film AG (Ufa)