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Film

Feinde

(Spielfilm/Hauptfilm)

  • Kriegsfilm aus dem Jahre 1940
  • Deutsche Erstaufführung: 07.11.1940
  • Länge: 2490m 91min
  • Land: Deutschland
  • Regie: Viktor Tourjansky
  • Drehbuch: Emil Burri, Arthur Luethy, Viktor Tourjansky
  • Kamera: Fritz Arno Wagner
  • Musik: Lothar Brühne
  • Ton: Ludwig Heiß
  • Bauten: Julius von Borsody, Herbert Hochreiter, Alfred Metscher
  • Kurzinhalt:
    Der von der nationalsozialistischen Regierung in Auftrag gegebene Spielfilm von Viktor Tourjansky aus dem Jahr 1940 diente der Kriegspropaganda. Die verfälscht dargestellten historischen Ereignisse sollten den Beginn des zweiten Weltkriegs rechtfertigen. Der Film spielt im Spätsommer 1939, kurz vor Kriegsausbruch. Der Deutsche Keith arbeitet als Inspektor in einem polnischen Sägwerk nahe der de ...
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    Der von der nationalsozialistischen Regierung in Auftrag gegebene Spielfilm von Viktor Tourjansky aus dem Jahr 1940 diente der Kriegspropaganda. Die verfälscht dargestellten historischen Ereignisse sollten den Beginn des zweiten Weltkriegs rechtfertigen. Der Film spielt im Spätsommer 1939, kurz vor Kriegsausbruch. Der Deutsche Keith arbeitet als Inspektor in einem polnischen Sägwerk nahe der deutschen Grenze. Der deutschenfeindliche polnische Arbeiter Antek wiegelt seit geraumer Zeit die Belegschaft gegen Werksbesitzer Wegner und die deutschen Mitarbeiter auf und sabotiert die Maschinen. Als Antek Wegner und den Vorarbeiter erschießt, flieht Keith in den Wald. Gemeinsam mit 200 vertriebenen „Volksdeutschen“ will er versuchen, über die Grenze zurück in die Heimat zu kommen. Auf dem gefährlichen Weg landet Keith in einem Wirtshaus, wo er sich als Pole ausgibt, um die Lage zu sondieren. Das Wirtshaus gehört der Stiefmutter der deutschen Anna, die Keith schon früher kennengelernt hat. Sie ist heimlich in ihn verliebt, er hält sie zunächst für eine Verräterin. In einem ruhigen Moment offenbart sie sich ihm. Sie schützt ihn, so gut sie kann, dennoch wird er bald erkannt und soll erschossen werden. Mit Annas Hilfe gelingt ihm doch noch die Flucht. Sie kennt außerdem einen zwar beschwerlichen, aber sicheren Weg durch den Sumpf zur Grenze. Gemeinsam führen sie die deutschen Flüchtlinge zurück in die Heimat. Die durch das Propagandaministerium gleichgeschaltete Filmindustrie im Dritten Reich brachte eine ganze Reihe von Filmen hervor, die zur Apologie des Krieges dienten. In FEINDE blicken die Deutschen in Polen auf Jahre der Unterdrückung zurück. Die geschichtsverfälschende Darstellung der Ereignisse nach dem ersten Weltkrieg und die angebliche Mordlust Polens, bestätigt durch den Beistandspakt Großbritanniens im April 1939, sollte den Unmut der deutschen Bevölkerung gegen Polen evozieren. Derartige Filme wurden im Nazideutschland immer wieder bei Indoktrinationsveranstaltungen gezeigt, um die Massen zu beeinflussen. Von den Alliierten wurde der Film 1945 als Verbotsfilm klassifiziert. Seit 1966 befinden sich die ehemaligen Verbotsfilme im Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und werden unter Vorbehalt in öffentlichen Aufführungen zugänglich gemacht. Darunter fallen die Propagandafilme aus der Zeit des Nationalsozialismus, deren Inhalt kriegsverherrlichend, rassistisch, antisemitisch und/oder volksverhetzend ist und deshalb auf Beschluss des Stiftungs-Kuratoriums nicht für den allgemeinen Vertrieb freigegeben werden. Diese Vorbehaltsfilme stehen jederzeit in den Räumen der Stiftung selbst für schulische, wissenschaftliche und dokumentarische Zwecke zur Sichtung zur Verfügung. Die vielfältigen und jederzeit möglichen bundesweiten öffentlichen Aufführungen in Kinos, Universitäten, Schulen etc. sind eingebunden in einen einführenden Vortrag und eine anschließende Diskussion.
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  • Produktion: Bavaria-Filmkunst GmbH