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Friedl Behn-Grunds (*26.8.1906 Bad Polzin (heute Połczyn Zdrój, Polen); †2.8.1989 Berlin) Karriere als Kameramann begann in den 1920er Jahren bei der Ufa unter Erich Waschneck, später drehte er für die Tobis auch NS-Propagandafilme wie OHM KRÜGER (1941) und in der Nachkriegszeit war er bei der DEFA mit Aufnahmen wichtiger Filme wie Wolfgang Staudtes DIE MÖRDER SIND UNTER UNS (1946) betraut.

Friedl Behn-Grund war ein deutscher Kameramann, der für mehr als 60 Jahre aktiv in deutschsprachigen Filmproduktionen mitarbeitete.
Behn-Grund wurde als Karl Friedrich Behn am 26. August 1906 in Bad Polzin (Połczyn Zdrój) im heutigen Polen geboren. Als Sohn eines Theaterintendanten gelang es ihm schon früh, in die Welt des Films einzutauchen. Nachdem er mit vierzehn durch einen Freund der Familie Arbeit fand, sammelte er das nötige Fachwissen, um schließlich ab 1924 als Kamera-Assistent und bereits ein Jahr später als Erster Kameramann beim Film zu arbeiten.

Seine Karriere nahm danach schnell Fahrt auf, und so war er oftmals in mehreren Filmen pro Jahr angestellt. In der Zeit des Nationalsozialismus arbeitete er sowohl an Unterhaltungsfilmen wie BANGE MACHEN GILT NICHT, NAPOLEON IST AN ALLEM SCHULD, DIE GOLDENE MASKE, JEDER FRAGT NACH ERIKA und DIE KREUZLSCHREIBER als auch an expliziten Propagandafilmen wie etwa ICH KLAGE AN oder OHM KRÜGER mit.
Kurz vor Kriegsende verlor Behn-Grund durch eine Explosion eines seiner Beine; dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, bis in die frühen 1980er Jahre weiterhin als Kameramann, unter anderem für die DEFA, tätig zu sein. Im Rahmen des Deutschen Kamerapreises wurde er 1986 mit dem Sonderpreis „Altmeister der Filmkamera“ geehrt. Am 2. August 1989 starb Friedl Behn-Grund in Berlin.

Foto oben: Quelle DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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