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In memoriam Joachim Gottschalk

Joachim Gottschalk (*10.4.1904 in Calau; † 6.11.1941 in Berlin) lebt noch heute in der Erinnerung mancher Menschen als großer Filmschauspieler der 1930er Jahre. Die sieben Filme mit ihm als Hauptdarsteller waren damals europaweit bekannt. Joachim Gottschalk als genialen Theaterschauspieler, der als Superstar auf den Frankfurter Römerbergfestspielen agierte, kennen hingegen nur noch wenige aus den Erzählungen ihrer Eltern. Aus der Stadt seiner größten Bühnenerfolge wurde Gottschalk von den Nazis wegen seiner Solidarität zu seiner jüdischen Ehefrau verjagt. Als er schließlich in Berlin dem Druck des „Schirmherrn des deutschen Films“, Joseph Goebbels, nicht mehr standhalten konnte, wählte er mit seiner Familie den Freitod. (Quelle: Rosemarie Killius)

Nun erinnern wir an Joachim Gottschalk anlässlich seines 85. Todestages. Im Oktober präsentieren wir das Melodram DAS MÄDCHEN VON FANÖ (DE 1940), wo Gottschalk das vierte und letzte Mal mit Brigitte Horney spielt. Seine vielversprechende Filmkarriere hatte er 1938 bereits an der Seite von Brigitte Horney in DU UND ICH begonnen. Dieses Filmdebüt zeigen wir am 4. November im Anschluss an die Lesung von Dr. Rosemarie Killius zu ihrer neuen Publikation "Die tödliche Freiheit des Schauspielers Joachim Gottschalk" (2025, Frank & Timme).

Bild: Quelle – DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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