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Die Liebesgeschichte zwischen der unbeschwerten Inge Wagner und dem pflichtbewussten Fliegerleutnant Herbert Koch spielt in der unmittelbaren Vergangenheit des Kinopublikums zwischen den Olympischen Spielen in Berlin 1936 und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges im Herbst 1939. Aufgrund eines geheimen Einsatzbefehls für die Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg wird das Paar getrennt und findet erst durch das damals populäre „Wunschkonzert für die Wehrmacht“ wieder zusammen.

Mit über 26 Millionen Zuschauern zählt Eduard von Borsodys WUNSCHKONZERT zu den größten kommerziellen Erfolgen des NS-Kinos. Für die Hauptrollen wurden die 19-jährige Ilse Werner und der zehn Jahre ältere Carl Raddatz verpflichtet. Beide waren „Shootingstars“ des NS-Kinos. Während Werner dem propagierten weiblichen Ideal der unkomplizierten, jungen Frau entsprach, verkörperte Raddatz den schneidigen, tapferen Offizier. Die Verbindung aus eskapistischer Liebesgeschichte und offener Propaganda macht WUNSCHKONZERT zu einem Prototyp des nationalsozialistischen Films.  
 

100. Geburtstag Ilse Werner
WUNSCHKONZERT 
Regie: Eduard von Borsody, DE 1940, 102 min, DCP, FSK: ab 18, mit Ilse Werner, Carl Raddatz, Joachim Brennecke

Einführung: Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik


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