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VERWANDTE SIND AUCH MENSCHEN (DF)

Schon das fünfte Mal ist der Millionär Ambrosius Brown in Chicago überfallen worden und kurz nach seiner Rettung wird er schon wieder als vermisst gemeldet. In Wirklichkeit jedoch ist er mit seinem Freund Buddy Drops und seinem Diener Washington unterwegs nach Europa. Nach zwanzig Jahren Amerika will er nun seinen Lebensabend auf seinem Schloss in Mecklenburg verbringen. Da meldet die Presse den Fund einer Planke seiner Yacht „Star of Chicago“. Die Nachricht vom traurigen Ende des Millionärs löst eine wilde Jagd nach dem Erbe aus…

Wilhelm Georg Krause adaptierte das gleichnamige Theaterstück von Erich Kästner und Eberhard Keindorff. Wie Kästner geriet Keindorff als politisch-satirischer Autor nach 1933 ins Visier des NS-Regimes und beide konzentrierten sich daraufhin auf unpolitische Stoffe. Drehbuchautor Wilhelm Georg Krause – im Vorspann des Films unter dem Pseudonym Peter Hagen – war Kulturredakteur in der von Joseph Goebbels herausgegebenen Parteizeitung „Der Angriff“. Bereits 1930 trat er der NSDAP bei. 1933 wechselte Krause als Filmkritiker in den Dienst des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Krause publizierte eine der ersten „Biografien“ über Goebbels. Später wurde Krause aufgrund der propagandistischen Inszenierung von Goebbels in seinem Buch als „Hofbiograf“ gekennzeichnet; selbst Daten über Goebbels’ Lebenslauf waren falsch.

In Kooperation mit dem Cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes.

Bild: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Cinefest 2025: Zwischen Schreibmaschine und Filmkamera – Literaten und ihr Verhältnis zum Film
VERWANDTE SIND AUCH MENSCHEN
Regie: Hans Deppe, DE 1939, 77 min, 35mm, DF, FSK: ungeprüft, mit Heinz Salfner, Fritz Odemar, Margarete Kupfer
Am 8.4. mit Einführung


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