Wiesbaden-Premiere der digital restaurierten Fassung der Murnau-Stiftung: Der wohlhabende Sandercroft wurde schon so oft von Frauen enttäuscht, dass er mit seinem Freund Jack eine Wette über 500.000 Dollar abschließt, dass er es schaff, fünf Jahre lang keiner Frau nahezukommen! Sein Diener Jean zweifelt allerdings an der Durchhaltefähigkeit seines Herrn und überzeugt ihn, die Zeit einfach auf dessen Luxusjacht zu verbringen, um gar nicht erst in Versuchung zu geraten. Vier Jahre und einige beinahe-Meutereien später, retten sie die junge hübsche Gladys vor dem Ertrinken und der Wettsieg gerät gefährlich ins Wanken!
Für die Regie der Liebeskomödie zeichnete der ukrainische Regisseur Anatol Litwak verantwortlich, unterstützt bei der Dialogregie von Max Ophüls. Er verließ 1925 die Sowjetunion und arbeitete als Regieassistent und Cutter für G. W. Pabst. Der jüdische Litwak emigrierte 1933 wieder aus Deutschland, genau wie „Jean“-Darsteller Felix Bressart. Das Drehbuch schrieb Irma von Cube zusammen mit dem Regisseur Anatol Litwak, mit dem sie mehrmals zusammenarbeitete.
Originalmaterialien des Films sind nicht überliefert. Für die 2K-Digitalisierung des Films wurde 2023 ein Duplikatnegativ zweiter Generation verwendet, welches im ehemaligen Staatlichen Filmarchiv der DDR angefertigt wurde. Die Digitalisierung wurde gefördert vom Förderprogramm Filmerbe (FFE).
Bild: Quelle - Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Pionierinnen des Kinos
NIE WIEDER LIEBE
Regie: Anatol Litwak, DE 1932, 81 min, DCP, DF, FSK: ungeprüft, mit Lilian Harvey, Harry Liedtke, Felix Bressart