Wiesbadener Erstaufführung: Die Sozialarbeiterin Kika, gerade erst einer eingeschlafenen Beziehung entronnen und glücklich verliebt, steht auf einmal unerwartet vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens: Sie ist zum zweiten Mal schwanger, als ihr Partner plötzlich stirbt und sie alleinerziehend mit ihrer Tochter ohne Wohnung und ohne Geld dasteht. Völlig am Boden zerstört, bleibt ihr nichts anderes, als ihre Prioritäten klar zu setzen und unkonventionelle Wege zu beschreiten. Dass dabei schmutzige Unterwäsche, Dildos und neurotische Eltern ihren Weg ebenso kreuzen wie kollegiale Dominas, hätte sie nicht erwartet. Und vor allem letztere helfen ihr, nicht vollends unterzugehen und sich in dieser neuen Welt aus Schmerz, Macht und Lust zurecht zu finden.
Das belgische Filmdrama ist das Langfilmdebüt der Regisseurin. Der Film lief auf zahlreichen Festivals und wurde in Cannes 2025 in der Reihe Semaine de la Critique präsentiert.
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Pressestimmen:
„Der Regie-Erstling MADAME KIKA ist ein zartes, unkonventionelles Drama über eine außergewöhnliche Frau zwischen wirtschaftlicher Notlage und erhofftem Neubeginn. Der Film findet eine ausgewogene Balance zwischen Tragik und Witz und besitzt eine Fülle kreativer Ideen.“ (programmkino.de)
„Manon Clavel spielt die Hauptrolle kraftvoll. Schön ist überdies, wie der Film mit empathischem Blick das solidarische Verhalten unter den Sexarbeiterinnen einfängt. Die Frauen helfen einander, stehen Kika mit praktischen Tipps zur Seite und legen eine Gelassenheit an den Tag, die auch die Inszenierung aufnimmt, ohne dabei wiederum die prekäre Lage auszublenden, in der sich Kika befindet. Die Mischung aus ruhigen, konzentrierten, gelegentlich humorvollen Einsichten und einer kritischen Auseinandersetzung mit mangelnder sozialer Sicherheit gelingt Poukine hervorragend.“ (kino-zeit.de)
Bild © Little Dream Pictures
Festival-Nachlese
MADAME KIKA (Kika)
Regie: Alexe Poukine, BE 2025, 110 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 16, mit Manon Clavel, Ethelle Gonzalez Lardued, Makita Samba