Wiesbadener Erstaufführung: Nagasaki, 1964: Nach dem Tod seines Vaters, dem Anführer einer Yakuza-Bande, wird der 14-jährige Kikuo von einem berühmten Kabuki-Schauspieler unter seine Fittiche genommen. Zusammen mit dem einzigen Sohn des Schauspielers, Shunsuke, beschließt er, sich dieser traditionellen Theaterform zu widmen. Über Jahrzehnte hinweg wachsen und entwickeln sich die beiden jungen Männer gemeinsam weiter. Von der Schauspielschule bis zu den größten Bühnen, inmitten von Skandalen und Ruhm, Brüderlichkeit und Verrat – jedoch kann nur einer von ihnen zum größten Meister der Kabuki-Kunst werden.
Mit über 14 Millionen Kinobesuchern in Japan ist der Film der erfolgreichste japanische Spielfilm aller Zeiten. Für Regisseur Sang-Il Lee ist KOKUHO die dritte Verfilmung eines Romans von Shūichi Yoshida. Das historische Drama, das als erster japanischer Film eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bestes Make-up und Hairstyling“ erhalten hat, ist ein mehrere Jahrzehnte umfassendes epochales Werk.
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Pressestimmen:
„Das moderne Kino ist reich an visueller Schönheit und an professioneller Kameraführung. KOKUHO – MEISTER DES KABUKI allerdings beeindruckt nicht nur dadurch, wie er gefilmt ist, sondern was genau gefilmt wurde. Kabuki ist eine Theaterform, in der die Kostüme nicht weniger wichtig sind als die Inszenierung selbst. Dem Film gelingt es nicht nur, die Schönheit der Gewänder seiner Darsteller zu vermitteln, sondern auch eine tiefe Bewunderung für dieses traditionelle japanische Handwerk auszudrücken. Nicht weniger Vergnügen bereitet das Spiel der Schauspieler. Die Darsteller der Hauptrollen mussten etwa anderthalb Jahre trainieren, um die Fähigkeiten von Kabuki-Darstellern zu erlernen und an den Szenen teilnehmen zu können, die Theateraufführungen nachbilden. Das abgefilmte Theater wirkt in diesem Fall lebendig, berührend und ungemein faszinierend.“ (kino-zeit.de)
„Der fast dreistündige Film hat einige Längen, öffnet aber auch ein Fenster in eine im Westen fast unbekannte Theaterwelt – und verzaubert mit wunderschönen Bildern. Dazu gelingt Regisseur Lee Sang-il auch noch eine intelligente Reflexion darüber, wie sich Leben und Kunst wechselseitig beeinflussen und welche Opfer die Kunst manchmal verlangt. Absolut sehenswert!“ (Cinema)
„Als Historien- und Künstlerdrama über getriebenen Ehrgeiz und den Preis des Ruhms gelingen ihm viele bildgewaltige Szenen, die einen Eindruck von der Faszinationskraft des traditionsreichen Kabuki-Theaters vermitteln.“ (filmstarts.de)
Bild © 2025 KOKUHO Film Partners
Festival-Nachlese
KOKUHO – MEISTER DES KABUKI
Regie: Sang-il Lee, JP 2025, 174 min, DCP, OmU, FSK: ab 12, mit Ryô Yoshizawa, Ryusei Yokohama, Soya Kurokawa
Überlängenaufschlag: 1€