Im Jahr 1580 verliebt sich in dem kleinen englischen Dorf Stratford-upon-Avon der Lateinlehrer William Shakespeare in Agnes. Im Dorf wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, sie sei keine Heilerin, sondern eine Hexe – doch William lässt sich davon nicht beirren. Die beiden stürzen sich in ein gemeinsames Leben und gründen schnell eine Familie. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter Susanna folgen kurz darauf die Zwillinge Judith und Hamnet. Trotz des Familienglücks lässt William seinen Traum nicht los: Er möchte den Lehrerberuf aufgeben und als Dramatiker erfolgreich sein. Da dies auf dem Land kaum möglich ist, zieht er mit Agnes’ Ermutigung nach London. Während die Familie zunächst nur durch die Distanz getrennt ist, bricht die Pest über das Land herein und reißt den erst elfjährigen Hamnet aus dem Leben. Von tiefer Trauer getrieben, beginnt William, seinem verstorbenen Sohn zu Ehren ein Theaterstück zu schreiben.
Der Film basiert auf dem im Original gleichnamigen Roman von Maggie O’Farrell – ausgezeichnet mit dem britischen Women’s Prize for Fiction sowie dem amerikanischen National Book Critics Circle Award. HAMNET feierte im August 2025 beim Telluride Film Festival seine Premiere und ist ein heißer Kandidat für die Oscars 2026.
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Pressestimmen:
„Chloé Zhao zelebriert in HAMNET eine Trauerbewältigung der etwas anderen und unfassbar kraftvollen Art. Lose auf wahren Ereignissen im Leben von William Shakespeare basierend, nimmt sich der Stoff viele künstlerische Freiheiten, um vom Leben im späten 16. Jahrhundert zu erzählen. Zugleich offenbart er, welche kathartische Kraft in einem großen Kunstwerk stecken kann.“ (filmstarts.de)
„In seinem Kern ist HAMNET ein Film über die Entstehung von Kunst. Er fragt, wie ein Mensch mit Verlust umgeht, wie aus Schmerz Schönheit werden kann und was Erinnerung im Innersten bedeutet. Doch Zhao gibt keine Antworten. Sie lässt Raum. Kunst, so scheint sie zu sagen, entsteht dort, wo Worte fehlen, aus dem Bedürfnis, das Unsagbare zu bewahren. Es ist ein Film, der einen nicht mitreißt, sondern mitnimmt. Der bleibt, lange nachdem das Licht wieder angeht.“ (kino-zeit.de)
„Zhao gelingt es dabei, Trauer, Liebe und die heilende Kraft der Kunst zu einem bewegenden Film zu verweben, der zugleich realistisch und traumgleich wirkt. Intime Szenen von Alltag und Ehe, aber auch der Abgrenzung und Verzweiflung verdichten sich zu einem Finale, das in seiner emotionalen Kraft überwältigend nachhallt.“ (SZ)
Bild © 2025 Universal Pictures International Germany GmbH
And the Oscar goes to…
HAMNET
Regie: Chloé Zhao, GB/US 2025, 125 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 12, mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Emily Watson