In der ganzen Welt gilt Genitalverstümmlung als schwere Menschenrechtsverletzung. Fadumo Korn kennt diese Probleme ganz genau, denn sie hat sie am eigenen Körper erlebt. Vor 53 Jahren in der Wüste Somalias geboren, mit 8 Jahren genitalverstümmelt, kam sie mit 16 Jahren nach Deutschland. Sie lebt in München und kämpft seit Jahrzehnten gegen diese grausame Tradition. Sie betreut eine Selbsthilfegruppe für betroffene minderjährige Mädchen und junge Frauen. Offen reden die Mädchen über ihre Angst vor Berührungen, ihre Schmerzen und ihre Hoffnungen. Haben diese Mädchen die Chance auf ein normales Leben in Deutschland? Oder bleiben sie Außenseiterinnen in einer fremden offenen Kultur? Eine spannende Reportage über ein Tabuthema, das jetzt mitten in Deutschland angekommen ist.
Zum Vortrag:
In Burkina Faso fehlt es an qualitativ guter Geburtshilfe – trotz hoher Mütter- und Kindersterblichkeit. Nun bietet die neue Geburtsstation im Centre OASIS Schwangeren und ihren Babys eine sichere Anlaufstelle. Das Projekt schenkt Frauen und Kindern Hoffnung und Perspektiven in einer Region, die von Armut, fehlender medizinischer Infrastruktur und Problemen wie Genitalverstümmelung geprägt ist.
Dr. Werner Harlfinger berichtet über die Eröffnung der Klinik und die Situation im Land. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Gespräch.
Eine Veranstaltung des Wiesbadener AK FGM/C. Ein Netzwerk verschiedener Einrichtungen mit dem langfristigen Ziel, FGM/C zu stoppen!
In Kooperation mit der Stadt Wiesbaden und dem Kommunalen Frauenreferat Wiesbaden.
Bild © Bayrischer Rundfunk
Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung
GRAUSAMES RITUAL – BESCHNITTENE MÄDCHEN SUCHEN HILFE IN DEUTSCHLAND
Regie: Ulrich Hagmann, DE 2019, 43 min, digital, OmU, FSK: ungeprüft
Im Anschluss: Vortrag von Dr. Werner Harlfinger über die Eröffnung einer Geburtsstation in Burkina Faso
Eintritt: frei