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Der junge Schauspieler Hans Wieland ist mit einer jüdischen Kollegin Elisabeth Maurer verheiratet. Während des Dritten Reichs steht Elisabeth unter Berufsverbot. Trotzdem versucht das Paar zunächst „normal“ weiterzuleben. Auch die Scheidung, auf welche die faschistischen Behörden Hans drängen, lehnt er ab. Doch dann soll Hans an die Front eingezogen werden soll, wodurch Elisabeth vollkommen schutzlos zurückbleiben würde…

Die Fabel beruht auf der Novelle „Es wird schon nicht so schlimm“ von Hans Schweikart, die wiederum vom Schicksal des Schauspieler-Ehepaares Meta Wolff Joachim Gottschalk handelt. Nach langen Jahren der nationalsozialistischen Diffamierungen und Tyrannei nahmen sich Wolff und Gottschalk zusammen mit ihrem achtjährigen Sohn Michael am 7. November 1941 das Leben. Joseph Goebbels verbot jeglichen Nachruf. Die Teilnahme an der Beerdigung wurde verboten, die Teilnehmer von der Gestapo fotografiert. Trotzdem gaben einige Kollegen das letzte Geleit, unter ihnen Brigitte Horney, Gustav Knuth, Hans Brausewetter, Werner Hinz, Wolfgang Liebeneiner und Ruth Hellberg.

„Nach der Novelle „Es wird schon nicht so schlimm“, in der Hans Schweikart das tragische Schicksal seines Freundes Joachim Gottschalk nachzeichnete, drehte Maetzig für die DEFA dieses erschütternde, zeitgeschichtlich bedeutsame und formal anspruchsvolle Filmdrama, das auch international Anerkennung fand.“ (Lexikon des internationalen Films)

Foto oben: @ DEFA-Stiftung Kurt Wunsch

So 7.4. 13.00
115. Geburtstag Joachim Gottschalk
EHE IM SCHATTEN
Regie: Kurt Maetzig, DE 1947, 104 min, DCP, FSK: ab 12, mit Paul Klinger, Ilse Steppat, Alfred Balthoff

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