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DIE CARMEN VON ST. PAULI (DF)

Der pflichtbewusste Steuermann Klaus verfällt in einer schummrigen Hamburger Hafenkneipe der Tänzerin Jenny. Daraufhin vernachlässigt Klaus nicht nur seinen Dienst, sondern wird auch noch in kriminelle Machenschaften einer Schmugglerbande hineingezogen.

Pressestimmen:

„[Jenny Jugo] hat den größten Erfolg in ihrer Karriere. Selbst da, wo der böse deutsche Zensor ein paar wichtige Übergänge aus ihrer Rolle schneidet: ihr Fluidum wirkt; als Schiffsjunge, als Nuttchen, als liebende Frau mit immer ansprechenden Nuancen. Sie beherrscht das Körperspiel und bringt die erotischen Lockungen in den Film. Sie kennt ihre Wirkung, vom Haaringel bis zum Zehenstubs und man glaubt es dieser Carmen, dass sie den harten Seemännern gefährlich wird.“ (Film-Kurier, Nr. 243 vom 11. Oktober 1928)

„Star-Kino vor dem Hintergrund einer authentischen Arbeitswelt: Unter Verwendung von zahlreichen Hafenansichten implementiert Die Carmen von St. Pauli den mythischen Nimbus einer ‚Seeräuber-Jenny‘ in eine vermeintliche Alltagsszenerie. Travellings entlang der Hafenkante verleihen dem Film geradezu neorealistische Züge. Dabei lebt die Geschichte vom leichten Mädchen unter schweren Jungs natürlich gerade von jener Romantik, die der Film mit Blick auf Hamburgs berühmtes Vergnügungsviertel als ‚gemacht‘ zu entlarven vorgibt.“ (Berlinale.de)

Natalie Böttcher
Natalie Böttcher lebt seit 1998 und wirkt in Hamburg, ausgebildet an der Mussorgsky Musikhochschule und am Kultur-Institut in St. Petersburg. Sie hat den 1. und 2. Preise im internationalen Akkordeonwettbewerben 2003 und 2004 mit Trio Balalaika Nueva gewonnen. Mit ihrem Repertoire wirkt sie auf vielen Bühnen wie z.B. dem Schmidt-Theater, Ohnsorg Theater, St. Pauli-Theater, Kieler Schauspielhaus etc. Natalie Böttcher ist mit verschiedenen Projekten unterwegs so z.B. mit dem Trio Balalaika Nueva, den Hamburger Symphoniker, Giora Feidmann sowie mit dem beliebten Fernsehreporter Alfons bei Inas Nacht; Lesungen mit Jens Wawrczeck und Maria Hartmann, mit Till Demtröder und Clemens von Ramin. Seit 2017 ist sie zusammen mit Birgit Lünsmann als "Ladies Ahoi" auf verschiedenen Bühnen zu sehen. Seit 2020/21 vertont sie Stummfilme wie z.B. DIE CARMEN VON ST. PAULI von Erich Waschneck, TAGEBUCH EINER VERLORENEN von G. W. Pabst, RASPUTINS LIEBESABENTEUER von Martin Berger, THE LODGER von Alfred Hitchcock

Mit freundlicher Unterstützung von Hessen Film & Medien.

Bild: Quelle - Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Stummfilmerbe – neu aufgelegt
DIE CARMEN VON ST. PAULI
Regie: Erich Waschneck, DE 1928, 95 min, DCP, DF, FSK: ungeprüft, mit Jenny Jugo, Willy Fritsch, Fritz Rasp
Mit Live-Musik: Akkordeonistin Natalie Böttcher, mit Pause (10 min)
Einführung: Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik, Eintritt: 12€/11€


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