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Die Magd Dürthen, eine künstlerisch begabte Holzschnitzerin, lebt mit dem Gutsverwalter Thomsen zusammen. Sie leidet unter dieser unglücklichen Verbindung, denn eigentlich liebt sie Joachim, den Sohn des Gutsbesitzers. Damit Joachim und sie zusammen sein können, nimmt Dürthen das Angebot einer Berliner Kunsthändlerin an. Da begegnet sie in Rom Prof. Wolfram, einem Bildhauer, und er macht ihr klar, dass zur Selbstverwirklichung auch die Arbeit als Künstlerin gehört.

Ähnlich wie andere Künstlerbiografien aus der NS-Zeit vermittelt auch BEFREITE HÄNDE das nationalsozialistische Bild des „Genies“ als einer heroisch-einsamen Führerfigur. Allerdings wird diese ideologische Figur durch Brigitte Horneys faszinierend eigenwillige Darstellung interessant gebrochen, die dadurch gleichzeitig die Geschichte einer geglückten weiblichen Emanzipation erzählt.

„Respektabel inszenierter und gespielter Künstlerfilm mit mangelhaft konstruierter Handlung, der sein Engagement für eine ‚gesunde Volkskunst‘ im Sinn der NS-Ideologie nicht verleugnen kann.“ (Lexikon des internationalen Films)

Foto oben:BEFREITE HÄNDE Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

125. Geburtstag Hans Schweikart
BEFREITE HÄNDE
Regie: Hans Schweikart, DE 1939, 97 min, 35mm, FSK: ab 12, mit Brigitte Horney, Ewald Balser, Carl Raddatz


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