Anna Boleyn kehrt nach Jahren von Frankreich in ihr Heimatland England zurück. Durch die Kontakte ihres Onkels, den Herzog von Norfolk, wird Anna zur Hofdame der Königin Katharina und begegnet dabei auch König Heinrich VIII., der sich sofort in Anna verliebt. Da Katharina ihm keinen männlichen Thronerben geboren hat und Anna nicht nur seine Mätresse sein will, lässt er sich von seiner Frau – gegen den Willen des Papstes – scheiden. Der Grundstein für die Anglikanische Gemeinschaft ist damit gelegt. Anna wird zur neuen Königin von England gekrönt. Trotz Annas Bemühungen ist der König schon bald wieder gelangweilt und flüchtet sich in Feste und zu neuen Geliebten. Als Anna dann auch noch eine Tochter zur Welt bringt und in der Öffentlichkeit als Ehebrecherin hingestellt wird, kennt Heinrich VIII. kein Erbarmen…
Der aufwendig produzierte Historienfilm wurde für Ernst Lubitsch ein internationaler Erfolg. Die Bauten und Dekorationen stammten von Kurt Richter und Ferdinand Bellan. Für die Requisite zeichneten Hans Poelzig und Marlene Moeschke verantwortlich. Hauptdarstellerin Henny Porten war einer der ersten weiblichen Filmstars in Deutschlands.
Foto oben: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Pionierinnen des Kinos
ANNA BOLEYN
Regie: Ernst Lubitsch, DE 1920, 124 min, DCP mit eingespielter Musik von Javier Pérez de Azpeitia, DF, FSK: ab 0, mit Henny Porten, Emil Jannings, Hedwig Pauly-Winterstein