Direkt zum Inhalt

Der Dokumentarfilm bietet einen Einblick in die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen während des Ebola-Ausbruchs in Westafrika. Das Kamerateam hatte unbegrenzten Zugang zu den Teams  und konnte somit auch schwierige Momente einfangen, die oftmals verborgen bleiben. Neben der Perspektive der Helfenden beeindrucken besonders die Geschichten und Schicksale der Erkrankten und ihrer Familien. Die Furcht der Menschen, die Stigmatisierung und die Auswirkungen der Quarantäne werden thematisiert. Zudem geht es in dem Film um die Schwierigkeiten bei der Versorgung der Patienten und Patientinnen und das Fehlen einer angemessenen Behandlung für die Ebolavirus-Infektion, sowie das Versagen der internationalen Gemeinschaft bei der Reaktion auf die Epidemie.

Die Epidemie in Westafrika
Ebola brach im Dezember 2013 im westafrikanischen Guinea aus. Die Krankheit breitete sich u. a. auf die benachbarten Länder Liberia und Sierra Leone aus. Erst im März 2014 wurde der Ebola-Ausbruch als solcher erkannt und ein weltweiter Gesundheitsnotstand durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen. Die internationale Gemeinschaft hat insgesamt versagt und durch ihre verzögerte Reaktion auf die Epidemie erheblich zu der Tragödie in Westafrika beigetragen.

Ärzte ohne Grenzen e.V. half seit März 2014 bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie und hat etliche Patientinnen und Patienten behandelt. Insgesamt waren rund 300 internationale und 4.000 lokal angestellte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen e.V. im Einsatz gegen diese Krankheit. Bei dem Ausbruch starben laut Angaben der WHO mehr als 11.300 Menschen. Auch unter dem Gesundheitspersonal haben zahlreiche Menschen im Kampf gegen die Epidemie ihr Leben verloren. Die Gesundheitssysteme in den am schwersten betroffenen Ländern haben immensen Schaden genommen. Am 14. Januar 2016 wurde die Epidemie von der WHO offiziell für beendet erklärt – die Organisation legte auch dar, dass immer wieder vereinzelt neue Ebola-Fälle in der Region auftreten können. Bei der Epidemie in Westafrika handelt es sich um den bislang größten bekannten Ebola-Ausbruch.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Ärzte ohne Grenzen e.V.. Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières ist eine internationale humanitäre Hilfsorganisation. Wenn Menschen in Krisengebieten oder nach Naturkatastrophen Hilfe zum Überleben brauchen, werden die Teams von Ärzte ohne Grenzen e.V. aktiv. Weitere Informationen gibt’s hier.


Foto oben: Copyright Peter Casaer

Di 16.1. 19.30 OmU
Ärzte ohne Grenzen e.V.
AFFLICTION
Regie: Peter Casaer, BE 2015, 70 min, DVD, OmU, FSK: ungeprüft

Gespräch mit einer/einem Projektmitarbeiter/in von Ärzte ohne Grenzen e.V. im Anschluss
Eintritt: frei

« Zurück