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Film

Feind hört mit! Der Spionagefilm im NS-Staat

„Feind hört mit!“ war im NS-Staat ab September 1939 bis Ende des Zweiten Weltkrieges eine innenpolitische Kampagne zur Abwehr von Spionage und Sabotage sowie psychologische Kriegsführung gegen die Kommunikation in der Bevölkerung. Die Parole war aus dem Ersten Weltkrieg übernommen worden und 1930 veröffentlichte Hans Henning Grote den Sammelband „Vorsicht! Feind hört mit! Eine Geschichte der Weltkriegs- und Nachkriegsspionage“.

Die NS-Propaganda suggerierte eine latente Bedrohungssituation und bot der Bevölkerung vermeintliche Lösungen im Umgang damit an. Die Kampagne wurde über eine Plakatreihe verbreitet, aber auch über Printmedien wie die antisemitische Wochenzeitung Der Stürmer, über Kurzfilme und Wochenschauen, die als Vorfilm in Kinos gezeigt wurden. Zudem wurden einige wenige abendfüllende Spionagefilme gedreht – einer der ersten bezieht sich mit seinem Titel ACHTUNG! FEIND HÖRT MIT! (Regie: Arthur Maria Rabenalt, 1940) direkt auf die Kampagne.

Im Oktober setzen wir die monatliche Reihe Feind hört mit! Der Spionagefilm im NS-Staat fort mit dem Tendenzfilm ACHTUNG! FEIND HÖRT MIT!, der an beiden Terminen von Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik eingeführt wird.

Foto oben: DIE GOLENDE SPINNE - Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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