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95. Geburtstag Marianne Koch

Während ihres Medizinstudiums jobbte Marianne Koch (*1931 in München) in den Bavaria Kopierwerken und wurde dort 1950 für den Film entdeckt. Ohne Schauspielstudium und Bühnenerfahrung besetzte Regisseur Viktor Tourjansky sie für den Film DER MANN, DER ZWEIMAL LEBEN WOLLTE, woraufhin sofort weitere Rollenangebote folgten.

Ihren Durchbruch hatte Marianne Koch fünf Jahre später in Helmut Käutners DES TEUFELS GENERAL. Sie erhielt den Bundesfilmpreis als beste Nebendarstellerin und stieg zu einem Star des deutschen Nachkriegskinos auf. Sie feierte im deutschsprachigen Raum große Erfolge mit der Verfilmung LUDWIG II. (1955) und dem Kriegsdrama DER STERN VON AFRIKA (1957). 
Auch die Ricarda Huch-Verfilmung …UND NICHTS ALS DIE WAHRHEIT wurde zu einem Publikums- und Kritikererfolg. Koch und ihr Spielpartner O. W. Fischer wurden für den deutschen Filmpreis nominiert.
Bis 1970 spielte Koch in rund 70 deutschen und internationalen Filmproduktionen mit. So war sie 1954 in dem Spionagethriller DAS UNSICHTBARE NETZ zu sehen und erlangte 1964 an der Seite von Clint Eastwood in dem Italo-Western FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR von Sergio Leone weltweite Bekanntheit.

Ihr Medizinstudium nahm Marianne Koch 1971 wieder auf, schloss es drei Jahre später erfolgreich ab und promovierte 1978 an der medizinischen Fakultät in München mit summa cum laude. Im Anschluss betrieb sie als Internistin eine eigene Praxis und war später im Radio und Fernsehen als Medizinjournalistin und Autorin tätig.

Zum 95. Geburtstag im August ist Marianne Koch in zwei Literaturverfilmungen aus dem Bestand der Murnau-Stiftung zu sehen: Für den Publikums- und Kritikererfolg ...UND NICHTS ALS DIE WAHRHEIT (DE 1958) waren Koch und ihr Spielpartner O. W. Fischer für den deutschen Filmpreis nominiert und in WENN WIR ALLE ENGEL WÄREN (DE 1956) spielt sie an der Seite von Dieter Borsche und Hans Söhnker. Beide Spielfilme sind jeweils die zweite Verfilmung der Ricarda Huch- bzw. Heinrich Spoerl-Vorlage.

Bild: Marianne Koch in ...UND NICHTS ALS DIE WAHRHEIT | Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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