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80. Geburtstag Sabine Sinjen

Sabine Sinjen (*18.8.1942 in Itzehoe; †18.05.1995 in Berlin) war bereits in ihrer Jugend beim Kinderfunk des NWDR tätig. In der Artur Brauner-Produktion DIE FRÜHREIFEN feierte sie 1957 ihr Leinwanddebüt. An der Seite von Lilli Palmer und Romy Schneider spielte sie ein Jahr später in MÄDCHEN IN UNIFORM und stieg zum Teenager-Star auf.

1958 war sie in STEFANIE in ihrer ersten Titelrolle zu sehen. Aufgrund des großen Erfolgs, kam es zwei Jahre später mit STEFANIE IN RIO zu einer Fortsetzung.

In den 1960er Jahren festigte sie in Heimatfilmen wie DIE FÖRSTERCHRISTEL ihr Image als natürliches, unverdorbenes Mädchen. Im Fernsehen wurde sie als Tierarzttochter an der Seite von Gustav Knuth in der ARD-Serie ALLE MEINE TIERE (1962-63) populär und profilierte sich in den 1970er Jahren als Bühnenschauspielerin.

Mitte der 1960er Jahre gelang Sinjen mit Rollen im Neuen Deutschen Film ein Imagewechsel. In Ulrich Schamonis international beachteten und preisgekrönten Filmen ES (1966), ALLE JAHRE WIEDER (1967) und WIR – ZWEI (1970) spielte sie Frauen, die im Alltag vor tiefgreifende Probleme gestellt werden und die bürgerlichen Konventionen in Frage stellen.

1984 erkrankte sie an einem Tränendrüsenkarzinom und verlor 1986 die Sehkraft auf dem rechten Auge. Im Dezember 1987 gelang ihr am Berliner Schillertheater in Jean Cocteaus Ein-Personen-Stück DIE GELIEBTE STIMME ein viel beachtetes Theater-Comeback. 1993 war Sabine Sinjen in DAS HAUS IM GINSTER im Kino und in VON FRAU ZU FRAU – DIE SAMMLERIN im Fernsehen ein letztes Mal zu sehen.

Anlässlich Sabine Sinjens 80. Geburtstag im August, zeigen wir STEFANIE und STEFANIE IN RIO zum ersten Mal im Murnau-Filmtheater.

Bild: Quelle DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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