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Julia Serda (*6.4.1875 in Wien; †3.11.1965 in Dresden) interessierte sich schon früh für die Bühne, nahm Gesangsunterricht und studierte anschließend Schauspiel am Konservatorium Wien. Eines ihrer ersten Engagements erhielt sie 1895 am Theater in Breslau. 1899 ging sie an das Hoftheater von Dresden, dem sie bis 1908 verbunden blieb und wo sie mit dem Titel „Königlich Sächsische Hofschauspielerin“ ausgezeichnet wurde.

Ende der 1910er Jahre wandte sie sich, wie viele ihrer Bühnenkollegen, dem Film zu und feierte 1920 ihr Leinwanddebüt als Frau von Reichenau in Erich Schönfelders Komödie PUTSCHLIESEL. In späteren Produktionen stellte sie oftmals Damen der Gesellschaft oder des adeligen Geblüts dar und zeigte sich als Fürstin, Königin oder Kaiserin.

Auch im Tonfilm blieb Julia Serda eine vielbeschäftigte Darstellerin, die zwischen 1930 und 1944 in mehr als fünfzig Produktionen mitwirkte. In dieser Zeit musste sie sich jedoch zunehmend mit Chargenrollen begnügen. Mehrfach stand sie gemeinsam mit Zarah Leander vor der Kamera, wie für eine ihrer bekanntesten Rollen als Tante Ana in Detlef Siercks LA HABANERA (1937). 1939 ist sie als Mrs. Ellinor Vanderstift in Victor Jansons Komödie WER KÜSST MADELEINE? zu sehen. Nach dem musikalischen Künstlerdrama SYMPHONIE EINES LEBENS (1943) mit Harry Baur und Henny Porten sowie dem Streifen MUSIK IN SALZBURG (1944) mit Willy Birgel und Lil Dagover beendete Julia Serda ihre intensive Filmkarriere. Insgesamt spielte sie in rund 100 Filmen.

Seit dem Tod ihres Ehemannes Hans Junkermann, mit dem sie auch in etlichen Kinoproduktionen spielte, lebte die Schauspielerin zurückgezogen.

Foto oben: DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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