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125. Geburtstag Hans Székely

In Erinnerung an Hans Székely präsentieren wir im Juli die Stummfilme ASPHALT, DIE WUNDERBARE LÜGE DER NINA PETROWNA und MANOLESCU zu denen er die Vorlage bzw. das Drehbuch schrieb. Präsentiert werden die Filme in der digital-restaurierten Fassung der Murnau-Stiftung. DIE WUNDERBARE LÜGE DER NINA PETROWNA wird am 22. Juli musikalisch live begleitet vom Pianisten Uwe Oberg!

Der ungarische Schriftsteller und Drehbuchautor Hans Székely (Geburtsname: János Székely) (1901-1958) wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und floh nach dem politischen Umsturz durch das Horthy-Regime im Alter von achtzehn Jahren aus seiner Heimat nach Berlin. 
Dort schrieb er Gedichte und Kurzgeschichten. Er wurde von den Regisseuren Lupu Pick und Joe May entdeckt und mit Filmdrehbüchern für Stummfilme beauftragt. 1929 schrieb er für den Produzenten Erich Pommer das Drehbuch für einen der ersten europäischen Tonfilme MELODIE DES HERZENS. Auch die Idee und die Liedtexte stammen von Székely. Die Kriminalkomödie DIE SCHÖNEN TAGE VON ARANJUEZ mit Brigitte Helm, Gustaf Gründgens und Wolfgang Liebeneiner basiert auf einem Bühnenstück von Hans Székely und Robert A. Stemmle. Als der Stoff zwei Jahre später mit Marlene Dietrich und Gary Cooper verfilmt wurde, holte Ernst Lubitsch, deutscher Exilant und Produzent des Films, Székely für die Arbeiten nach Hollywood.

Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte Székely 1938 in die USA heiratete dort 1939 die Schauspielerin Erzsi Barsony in New York. 1941 wurde Székely zusammen mit Benjamin Glazer für die beste Originalschichte für den Film ARISE, MY LOVE mit einem Academy Award ausgezeichnet. Seine Familie erhielt 1944 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Székely veröffentlichte in den USA zwei Romane unter dem Pseudonym John Pen. Sein bekanntestes literarisches Werk ist sein autobiographisch inspirierter Roman „Verlockung“ (Kísértés), den er bereits als Teil einer Trilogie Mitte der 1930er Jahre in Budapest zu schreiben begonnen hatte. „Verlockung“ machte ihn auch als Schriftsteller berühmt – von der Kritik wurde er dafür mit Dickens, Zola und Fallada verglichen. 

Während der McCarthy-Ära erneut verfolgt verließ die Familie Székely die USA und zogen nach Mexiko sowie 1957 in die DDR, da Hans Székely ein Angebot der DEFA als Drehbuchautor für seinen letzten Film GESCHWADER FLEDERMAUS annahm. Er starb 1958 in Ostberlin.

Bild: MANOLESCU - Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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