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125. Geburtstag Elisabeth Bergner

Elisabeth Bergner wurde am 22. August 1897 als Elisabeth Ettel in der Stadt Drohobytsch in der heutigen Ukraine geboren.
Bergner war eine prägende Theaterschauspielerin im Berlin der 1920er Jahre. Zudem war sie in Stummfilmen u.a. in den damals modernen „Hosenrollen“ zu sehen, also Frauenfiguren, die sich als Männer verkleideten um sich von den Einschränkungen der gängigen Frauenrollen zu befreien. Bergner wurde von der Kritik für ihr zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit changierendes Spiel gefeiert und galt als besonderer Typ. Ab 1924 drehte sie nur noch Filme mit Paul Czinner, der auch privat ihr Partner wurde.

Das Paar heiratete im Januar 1933 in London und kehrte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nicht mehr nach Deutschland zurück. Bergner konnte ihre Karriere in Großbritannien fortsetzen. Bereits im Jahr 1934 spielte sie KATHARINA DIE GROSSE unter der Regie ihres Mannes. Das Biopic wurde in Deutschland verboten. 1935 erhielt sie für ihre Rolle in dem britischen Drama VERLASS MICH NIEMALS WIEDER eine Oscar-Nominierung.

1940 emigrierten Bergner und Czinner nach Hollywood, doch Bergners einziger Hollywood-Film PARIS CALLING (1941) war kein großer Erfolg. Sie verlegte den Schwerpunkt ihrer Arbeit wieder auf die Bühne. Außerdem engagierte sie sich in der Exilorganisation Council for a Democratic Germany. Nach dem Ende des Krieges arbeitete sie in New York unter anderem bei dem deutschsprachigen Theater Players from Abroad, bis sie 1950 nach England und 1954 nach Deutschland zurückkehrte, wo sie als Theater- und Filmschauspielerin erfolgreich wirkte.
Ihr Lebensmittelpunkt blieb bis zu ihrem Tod am 12. Mai 1986 London.

Anlässlich ihres 125. Geburtstages erinnern wir an Elisabeth Bergner mit der noch heute sehr modernen und vor Esprit sprühenden Crossdressing-Tragikomödie DER GEIGER VON FLORENZ (DE 1926).

Bild: Quelle DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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