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Film

100 Jahre Bavaria Geiselgasteig

Von Alfred Hitchcock, der zwei seiner frühen Stummfilme in den Geiselgasteig-Studios drehte, über Billy Wilder bis zu heutigen Produktionen von Michael Bully Herbig – die Bavaria Filmstudios am Geiselgasteig können auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Der Filmproduzent Peter Ostermayr gründete vor 100 Jahren, am 1. Januar 1919, die Münchner Lichtspielkunst AG (M.L.K.) – auch bekannt unter dem Namen Emelka –und ließ im selben Jahre das erste Studio auf dem Geiselgasteig Gelände bauen. Mit der Produktion von Heimatfilme mit Motiven von Ludwig Ganghofer machte sich die damalige Emelka auch international einen Namen.
Doch das Aufkommen des Tonfilms brachte das Unternehmen in den 1930er Jahren in finanzielle Schwierigkeiten. 1932 wurde die Bavaria AG in München von Kommerzienrat Wilhelm Kraus aus der Konkursmasse Emelka gegründet.
1937 kam es zu einer weiteren finanziellen Krise und das nationalsozialistische Propagandaministerium zögerte nicht lang – am 11. Februar 1938 gründete die reichseigene Cautio- und Allgemeine Filmtreuhand GmbH die Bavaria-Filmkunst GmbH und kaufte die Immobilien, Ateliers und das Kopierwerk der Bavaria AG auf. Im „Dritten Reich“ wurden bis Ende des Krieges von der Bavaria-Filmkunst GmbH zahlreiche Unterhaltungs- sowie Propagandafilme produziert.

Nach 1945 standen die vom Krieg nahezu unversehrten Geiselgasteig-Ateliers kurzzeitig leer. Wenig später wurde der Betrieb jedoch wieder aufgenommen und die Studios wurden schnell zu einem Zentrum des westdeutschen Films. Am 1. August 1959 wurde die Bavaria Atelier GmbH gegründet: Die größten Anteile übernahmen die öffentlich-rechtlichen Sender.

Zum Rechtebestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zählen u.a. die Spielfilme, welche ab den 1950er Jahren in den Geiselgasteig-Studios entstanden. In der Jubiläumsreihe werden diese Bavaria-Produktionen präsentiert.

In dieser Filmreihe geht es im August mit der Nachkriegskomödie LIEBE AUF KRUMMEN BEINEN aus unserem Bestand weiter.

Foto oben: LIEBE AUF KRUMMEN BEINEN - Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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