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Hannelore Schroth wurde am 10. Januar 1922 in Berlin geboren. Als Tochter des Schauspielerehepaares Käte Haack und Heinrich Schroth war ihr Berufsweg bereits vorgezeichnet.
Im Alter von neun Jahren gab sie an der Seite ihrer Mutter ihr Filmdebüt in Max Ophüls‘ Kurzspielfilm DANN SCHON LIEBER LEBERTRAN (1931). Es sollte nicht das einzige Mal bleiben, dass sie ein Mutter-Tochter-Paar spielten. Mit 16 Jahren besuchte sie eine Schauspielschule und konnte mit dem Liebesgeschichte SPIEL IM SOMMERWIND (1938) einen großen Publikumserfolg landen. In Helmut Käutners Regiedebüt KITTY UND DIE WELTKONFERENZ spielte sie 1939 ihre erste Hauptrolle. Die musikalische Komödie wurde von der NS-Filmprüfstelle aufgrund ihrer pazifistischen und englandfreundlichen Einstellung verboten. Später arbeiteten Schroth und Käutner in UNTER DEN BRÜCKEN (1944/1945) erneut zusammen. Dieses Werk des poetischen Realismus zeugt davon, dass sich Käutner während der NS-Diktatur stets eine subversive Note in seinem Filmschaffen erhalten konnte. Neben Liebesfilmen und Komödien EINE FRAU FÜR DREI TAGE (1943/1944) oder SEINERZEIT ZU MEINER ZEIT (1944) wirkte Schroth in der Zeit des Nationalsozialismus auch in dem linientreuen Historienfilm FRIEDRICH SCHILLER – DER TRIUMPH EINES GENIES mit.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges setzte Schroth ihre Karriere mit Erfolgen wie TAXI KITTY (1950) oder DER HAUPTMANN VON KÖPENICK (1956) fort. Seit Ende der 1960er Jahre spielte Schroth vermehrt für das Fernsehen wie für Wolfgang Beckers KRIMINALMUSEUM – DIE KIST ZU SEHEN oder Serien wie TATORT, DERRICK und MICHEL AUS LÖNNEBERGA. Sie arbeitete ferner als Synchronsprecherin von Hollywoodstars wie Shirley MacLaine und Liz Taylor.
Hannelore Schroth trat u.a. in Wien, Berlin und München auch immer wieder im Theater auf und erhielt 1969 den Großen Bad-Hersfeld-Preis. 1980 erhielt sie für ihre Verdienste um den deutschen Film das Filmband in Gold. Am 7. Juli 1987 starb Hannelore Schroth in München.

Anlässlich Hannelore Schroths 100. Geburtstag präsentieren wir im Januar 2022 gemeinsam mit der Caligari FilmBühne eine Filmreihe zu der populären Schauspielerin. Im Caligari laufen die Spielfilme UNTER DEN BRÜCKEN (1944/1945), TAXI KITTY (1950) und DER HAUPTMANN VON KÖPENICK (1956).

Bild: Quelle DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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