Film

Zarah Leander



Bürgerlicher Name Sara Stina Hedberg Lebensdaten 15. März 1907 (Karlstad, Schweden) – 23. Juni 1981 (Stockholm, Schweden) Familie Ehemänner Nils Leander, Vidar Forsell, Arne Hülphers, Tochter Boel und Sohn Göran Leander Filme im Bestand der Murnau-Stiftung

Schon früh wurde der Grundstein zu Zarah Leanders Karriere gelegt. Mit 4 Jahren erhielt sie bereits Klavier- und Violinenunterricht. Ihr Interesse für die Musik rührte nicht von weit her: Ihr Vater war Instrumentenbauer. Leander startete Ende der 1920er Jahren ihre Karriere als Sängerin und Schauspielerin. Mit der Plattenfirma Odeon produzierte sie rund 80 Lieder. Den Durchbruch verschaffte ihr die Operette „Axel an der Himmelstür“ (1936) im Theater an der Wien. Leander spielte darin die Hauptrolle Gloria Mills, eine Persiflage auf Greta Garbo.

Nach ihrem ersten deutschsprachigen Film Premiere (1937) wurde sie von der Ufa unter Vertrag genommen. In Folgeproduktionen wie La Habanera (1937) spielte sie häufig unglücklich verliebte Sängerinnen. In Filmen wie Heimat (1938) verkörperte sie entsagende Frauen, die auf ihren Mann verzichten, damit er seine Pflicht im Krieg erfüllen kann. Diese Thematik prägte auch Die grosse Liebe (1941/42), einer der erfolgreichsten deutschen Filme der Zeit. Anfang der 1940er Jahre war sie die bestbezahlte und prominenteste Ufa-Angestellte.

Die Nationalsozialisten wollten sie zur „Staatsschaupielerin“ ernennen, doch sie lehnte ab. 1943 kehrte sie zurück nach Schweden, wo sie für ihre Arbeit unter dem Nazi-Regime geächtet wurde. Leander dementierte diese Anschuldigungen stets und bezeichnete sich als unpolitische Künstlerin. Leanders Nachkriegs-Karriere begann in der Schweiz, wo sie wieder Platten aufnahm, im Genfer Rundfunk auftrat und durch das Land tourte. Eine Deutschland- Tournee folgte.1950 drehte sie zum ersten Mal wieder einen Film: "Gabriela". Danach war sie erneut auf Theaterbühnen zu sehen. 1975 erlitt Leander einen Schlaganfall, zog sich von der Bühne zurück und starb schließlich 1981 in Stockholm.

Text aus der Ausstellung "Superstars der Ufa"