Film

Marika Rökk


  • Marika Rökk in FRAU MEINER TRÄUME
  • mit Johannes Heesters in FRAUEN SIND DOCH BESSER DIPLOMATEN

Bürgerlicher Name Maria Karoline Rökk Lebensdaten 3. November 1913 (Kairo, Ägypten) – 16. Mai 2004 (Baden, Österreich) Familie Ehemänner Georg Jacoby und Fred Raul, Tochter Gabriele Jacoby Filme im Bestand der Murnau-Stiftung

Die in Kairo geborene und in Budapest aufgewachsene Marika Rökk nahm früh Tanzunterricht und trat bereits mit 15 Jahren als eines der „Hoffmann-Girls“ auf. Mitte der 1920er Jahre wurde sie wegen ihres großen Talents sogar für Stücke am Broadway engagiert.

1933 machte sie in Budapest mit der Revue „Stern in der Manage“ auch die deutsche Filmwelt auf sich aufmerksam. Ein Jahr später wurde sie von der Ufa engagiert und drehte ihren ersten deutschen Film, Leichte Kavallerie (1935). Rökk spielte zusammen mit Johannes Heesters in Der Bettelstudent (1936), Gasparone (1937) und Hallo Janine (1939) - die beiden wurden zum Traumpaar des deutschen Revuefilms.

1940 heiratete Rökk den Regisseur Georg Jacoby, mit dem sie oft zusammenarbeitete, beispielsweise in Kora Terry und im ersten deutschen Farbfilm Frauen sind doch bessere Diplomaten (1939-41), in dem Rökk neben Willy Fritsch die Hauptrolle spielte.

Wegen ihres Mitwirkens in den Propagandafilmen der Nationalsozialisten und angeblicher Spionage erteilten die Alliierten ihr nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise Auftrittsverbot, das aber zwei Jahre später aufgehoben wurde.

Mit den Revuefilmen "Fregola" (1948) und "Kind der Donau" (1950) gelang Rökk ein Comeback, woraufhin sie mit Jacoby und Heesters in Filmen wie "Die Csardasfürstin" (1951) auf altbewährte Ufa- Konzepte vertraute.

Rökk wurde für ihr Filmschaffen mit einigen Preisen ausgezeichnet, unter anderem war sie die erste Preisträgerin des Bambis (1948). In Peter Schamonis "Schloss Königswald" (1987) trat sie ein letztes Mal neben Bühnen-Diven wie Marianne Hoppe auf. Dafür wurden die Schauspielerinnen mit dem Darstellerpreis des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnet.

Text aus der Ausstellung "Superstars der Ufa"