Film

Heinz Rühmann


  • in DIE DREI VON DER TANKSTELLE
  • als QUAX, DER BRUCHPILOT
  • mit Hans Albers in BOMBEN AUF MONTE CARLO

Bürgerlicher Name Heinrich Wilhelm Rühmann Lebensdaten 7. März 1902 (Essen) – 3. Oktober 1994 (Aufkirchen am Starnberger See) Familie Ehefrauen Hertha Droemer, Hertha Feiler, Maria Herbot, Sohn Peter Rühmann Filme im Bestand der Murnau-Stiftung

Heinz Rühmann nahm schon als Jugendlicher Theaterunterricht und hatte mit achtzehn Jahren seine ersten Auftritte in Nebenrollen am Theater in Breslau. 1926 spielte er bereits in seinem ersten Stummfilm "Das deutsche Mutterherz" mit. Seine Bekanntheit wuchs mit weiteren größeren Film- und Theaterrollen, doch erst der Ufa-Film Die drei von der Tankstelle (1930), mit Lilian Harvey und Willy Fritsch, verhalf ihm zum Durchbruch.

Neben Hans Albers, mit welchem er auch in Bomben auf Monte Carlo (1931) und Der Mann, der Sherlock Holmes war (1937) gemeinsam vor der Kamera stand, wurde Rühmann zum beliebtesten und bestbezahlten Schauspieler Deutschlands. Unter den Nationalsozialisten wuchs Rühmanns Popularität mit Filmen wie "Die Feuerzangenbowle" (1944) noch weiter an und so wurde er zum „Staatsschauspieler“ ernannt. Er spielte zudem in den Propagandafilmen Wunschkonzert (1940) und "Fronttheater" (1941/42) kleinere Rollen.

Während der Entnazifizierung wurde Rühmann als „nicht belastet“ eingestuft. 1947 gründete er die Filmgesellschaft „Comedia“ und produzierte unter anderem die Berliner Ballade (1948/49), die sich mit den Verhältnissen im Deutschland der Nachkriegszeit auseinandersetzt.

Als Schauspieler distanzierte er sich von seinen komödiantischen Rollen und wurde zum Charakterdarsteller. Er erhielt den Bundesfilmpreis als Bester Hauptdarsteller und den Ernst-Lubitsch-Preis für seine Leistung in Helmut Käutners "Der Hauptmann von Köpenick" (1956). Es folgten unzählige Auszeichnungen, darunter das Große Bundesverdienstkreuz 1966. Ein Jahr vor seinem Tod hatte Heinz Rühmann seinen letzten Filmauftritt in Wim Wenders "In weiter Ferne so nah!" (1993).

Text aus der Ausstellung "Superstars der Ufa"