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Film

PROJEKT: IM KAMPF MIT DEM BERGE

Im Kampf mit dem Berge prägt das Genre des Bergfilms. Bis zur Restaurierung im  Jahr 2013 war der Film nur noch in Form einer stark gekürzten, mit neuen, erklärenden Zwischentitel versehenen schwarz-weißen Fassung sowie als  vertonter Kurzfilm verfügbar. Nun kann man ihn wieder in einer gefärbten und annähernd vollständigen Fassung sehen. Dank einer überlieferten Nitrokopie und der Originalpartitur gelang eine Rekonstruktion von Arnold Fancks Film mit der Musik von Komponist Paul Hindemith.

Über die Restaurierung
Weder ein Kameranegativ noch eine authentische Verleihkopie sind erhalten. Die Restaurierung einer Fassung, die der ursprünglichen Konzipierung von IN STURM UND EIS so nah wie möglich kommt, fand 2013 durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria in Wien statt. Sie basiert auf einem viragierten und getonten Nitropositiv des Filmarchiv Austria mit deutschen Zwischentiteln. Fehlende Teile konnten aus einem Safety-Fragment des Bundesarchiv-Filmarchiv in Berlin und einer späteren Fassung des Films, die bei Gosfilmofond in Moskau überliefert ist, ergänzt werden.

Die Szenenfolge des Nitropositivs ist ungeordnet, nur an wenigen Stellen ist die richtige Schnittfolge vorhanden. Anhand der Partitur von Paul Hindemith aus dem Hindemith Institut in Frankfurt am Main, den Einfärbungen der Szenen und den Bearbeitungsspuren im Nitropositiv und im Fragment wurde die Schnittfolge rekonstruiert. In der Partitur vorhandene Synchronpunkte für den Dirigenten entsprechen dem Wortlaut der Zwischentitel des Nitropositiv. Zusammen mit den Einfärbungen des Nitropositiv, die die verschiedenen Tageszeiten während der Überschreitung des Berges repräsentieren, wurde zunächst die Erzählfolge rekonstruiert. In einer aufwändigen Detailanalyse der Klebestellen in den Filmmaterialien, der vergleichenden Betrachtung der Montagevarianten und der Anordnung des Bildes entsprechend der in der Partitur vorgegeben Tempi und Gestik der Musik wurde der Feinschnitt minutiös rekonstruiert.

Die Färbungen wurden anhand des Nitropositivs des Filmarchiv Austria digital reproduziert. Die Farbrestaurierung und digitale Bildrestaurierung in 2K-Auflösung wurden vom Filmarchiv Austria durchgeführt. 

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