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Zur Zeit der napoleonischen Herrschaft gerät die junge Bürgerliche Johanna in die Wirren des Bürgerkrieges. Die Titelrolle erscheint durch ihre androgyne, mutige Art zunächst ein Gegenentwurf zum nationalsozialistischen Idealbild der treuen Ehefrau und Mutter zu sein. Im Laufe des Films wird jedoch deutlich, dass Johanna sich ausschließlich dem (politischen) Willen der autoritären, männlichen Hauptfigur unterwirft und bereit ist, sich für „Führer und Vaterland“ zu opfern.

„Historischer Bilderbogen, der distanzlos preußische „Tugenden“ und Männerbünde feiert und dessen Aufmärsche Parallelen zu den Machtdemonstrationen der Nazis zeigen.“ (Lexikon des internationalen Films)

Mi 14.3. 17.30
Sa 17.3. 15.30
Konstruktion von Weiblichkeit im nationalsozialistischen Spielfilm
SCHWARZER JÄGER JOHANNA
Regie: Johannes Meyer, DE 1934, 99 min, 35mm, FSK: ab 6, mit Marianne Hoppe, Paul Hartmann, Gustaf Gründgens

Einführung am 14.3.: Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik

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