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Wiesbaden (29. Januar 2018) - Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms unterstützt Initiative „Kino für Flüchtlingskinder“ in Wiesbaden.

Auch in diesem Jahr heißt es wieder „Kleine Augen ganz groß“: Das Murnau-Filmtheater in Wiesbaden öffnet alle vier bis sechs Wochen speziell für Flüchtlingskinder, ihre Eltern und Betreuer seine Pforten. Zum Auftakt in 2018 schaute Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms vorbei: „In Hessen gibt es viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich dafür einsetzen, den zu uns geflüchteten Menschen bei der Integration zu helfen und ihnen etwas Gutes zu tun. Auch die Initiative ,Kino für Flüchtlingskinder‘ leistet mit ihrem Angebot einen wichtigen Beitrag zur Integration. Mehrere Organisationen der Filmwirtschaft haben ein Projekt mit Vorbildcharakter geschaffen, das den ganz jungen Flüchtlingen das Ankommen und den Alltag in einem für sie noch fremden Land etwas erleichtern soll. Ich finde, wer ein solches Angebot auf die Beine stellt, der sollte selbst Unterstützung erfahren. Aus diesem Grund darf ich Ihnen heute einen Scheck über 2.000 Euro aus Mitteln des Finanzministeriums für die weitere Arbeit der Initiative überreichen. Ich möchte allen beteiligten Filmorganisationen für ihr Engagement zugunsten der Flüchtlingskinder ganz herzlich danken! Kino ist nicht nur einer der besten Orte zum Lachen und Träumen, Kino kann auch ganz praktisch helfen.“

Bereits vor zwei Jahren besuchte Finanzminister Thomas Schäfer das Wiesbadener „Kino für Flüchtlingskinder“ und unterstütze die Initiative, die es seit dem Herbst 2015 gibt, finanziell.

„Kein Leben verläuft ohne Probleme und Ängste und es ist wichtig und notwendig, sich diesen Faktoren offensiv zu stellen. Aber seien wir mal ehrlich: Es ist auch schön, einmal abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Wie muss es da erst Kindern gehen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind? Auch dank Ihres Angebotes können die Kleinen zumindest für eine Weile schlimme Erlebnisse vergessen. Und durch die kindgerechte Auswahl des Films, wird zugleich die spielerische Sprach- und Kulturvermittlung gefördert“, sagte Dr. Martin Worms bei der Überreichung des Förderbescheids an Ernst Szebedits, den Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die eine der fünf beteiligten Organisationen ist. Beim heutigen Auftakt konnten die Kinder „Sing“, einen mit vielen Musik-Hits gespickten Animationsfilm, anschauen. Noch sieben weitere Veranstaltungen sollen in diesem Jahr im Murnau Filmtheater folgen.

„Kino spricht eine universelle Sprache und eignet sich daher ganz wunderbar für Integration. Die vielen glücklichen Gesichter, die wir in den letzten zwei Jahren nach den Vorführungen gesehen haben, bestätigen das. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir mit der Unterstützung durch das Hessische Ministerium der Finanzen diese Veranstaltungsreihe auch in 2018 fortsetzen können“, erklärte Anna Schoeppe, Direktorin des Kuratoriums junger deutscher Film, im Namen der in Wiesbaden ansässigen Filminstitutionen Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), und der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK), die diese Aktion gemeinsam ins Leben gerufen haben.

Das „Kino für Flüchtlingskinder“ – so funktioniert es
Die Planungen zu den einzelnen Veranstaltungen werden durch den Sozialdienst Asyl der Stadt Wiesbaden ermöglicht, der die Informationen und Flyer zu den Filmvorführungen in den Flüchtlingsunterkünften an die Kinder, Familien und Erzieher weitergibt. Die Kindergruppen werden durch Erzieher und Sozialarbeiter aus den Unterkünften in Wiesbaden zu den Veranstaltungen begleitet. Die Rückmeldungen seitens der Kinder und Betreuer zu den bisherigen Filmvorführungen waren durchweg positiv und haben die Organisatoren deshalb bestärkt, die Veranstaltungsreihe fortzusetzen. Gezeigt werden kindgerechte Filme, die ihren Zauber auch über sprachliche Barrieren hinweg entfalten.

Unterstützt wird das Projekt auch durch die im Deutschen Filmhaus ansässigen Produktionsfirma Kelvinfilm GmbH.

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