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Film

65. Todestag Carl Froelich

Carl Froelich (*5.09.1875 in Berlin; † 12.02.1953 ebenda) war Regisseur, Kameramann und Produzent des deutschen Films und arbeitete lange Zeit für die Nazis.

Zur Zeit des Ersten Weltkrieges wurde Froelich als Berichterstatter eingesetzt, da er durch seine vorige Arbeit bei Messter Erfahrung im Filmbereich und mit Kameras hatte. Unter Messter drehte er unter Anderem die Folgen eines Zugunglücks der Berliner Hochbahn am 28. September 1908, welches einer der größten Verkehrsunfälle der damaligen Zeit war. Zwischen 1912 und 1955 drehte er insgesamt 77 Filme. 1913 gab er mit dem Film RICHARD WAGNER sein Regiedebüt, auf das schnell die Gründung einer eigenen Firma folgte. Er drehte 1922 den ersten deutschen Tonfilm: DIE NACHT GEHÖRT UNS, trat dann der NSDAP bei und drehte mitunter ES WAR EINE RAUSCHENDE BALLNACHT mit Zarah Leander. In der NSDAP stieg er schnell in den Rängen auf und wurde erst zum Professor, dann zum Präsidenten der Reichsfilmkammer ernannt. Er behielt dieses Amt bis zum Kriegsende inne. Auch den ersten deutschen Farbfilm produzierte er mit Rolf Hansen als Regisseur. Nach seiner Entnazifizierung 1948 drehte er noch drei Filme.

Bei uns werden die Filme DIE VIER GESELLEN, die Familienchronik FAMILIE BUCHHOLZ und NEIGUNGSEHE zu sehen sein.

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