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Noch in den letzten Monaten der Weimarer Republik gedreht, kam MORGENROT einen Tag nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, am 31. Januar 1933, in der Schauburg in Essen zur Uraufführung.
Die Berliner Erstaufführung am 2. Februar 1933 im Ufa-Palast am Zoo wurde dann zu einer politischen Demonstration der neuen Machtinhaber, der Adolf Hitler und die engsten Mitglieder seines Kabinetts beiwohnten.
Die Geschichte um eine deutsche U-Boot-Besatzung im Ersten Weltkrieg greift Motive wie Vaterlandsliebe, Kameradschaft und Heldentod auf und wurde somit zu einem Schlüsselfilm des Dritten Reichs. Die ambivalente Haltung des Films zu Krieg und Heldentum sorgte in der noch nicht gleichgeschalteten Presse für sehr unterschiedliche Kritiken von pazifistisch bis kriegsverherrlichend. Heute wird MORGENROT als präfaschistischer Kriegsfilm eingeordnet. Unbestritten sind die Innovation und Virtuosität der Kamera- und Tontechnik, die als Vorbild für spätere U-Boot-Filme wurden.

Foto oben: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Sa 24.3. 15.30
Mi 28.3. 18.00
Das Jahr 1933
MORGENROT
Regie: Gustav Ucicky, DE 1932/33, 84 min, 35mm, FSK: ab 16, mit Rudolf Forster, Adele Sandrock, Fritz Genschow

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