Film

SZ Stummfilm Edition

Sieben Klassiker aus Beständen der Murnau-Stiftung in neuer SZ-Stummfilmedition
Wiesbaden (Oktober 2012) – Sieben Klassiker aus den Beständen der Murnau-Stiftung bietet die Stummfilmedition der Süddeutschen Zeitung, die seit Oktober 2012 im Handel erhältlich ist: NOSFERATU (1921), TARTÜFF (1925) und FAUST (1926) von F.W. Murnau, DIE AUSTERNPRINZESSIN (1919) und ICH MÖCHTE KEIN MANN SEIN (1918) von Ernst Lubitsch, DIE NIBELUNGEN (1922-24) von Fritz Lang und DIE FRAU, NACH DER MAN SICH SEHNT (1929) mit Marlene Dietrich.
„Durch die Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung können ausgewählte Klassiker des deutschen Films in bestmöglicher Qualität erstmals oder neu auf digitalen Trägern herausgebracht werden. Diese Meisterwerke aus der Stummfilmzeit, die heute zu den umfangreichen Beständen der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung gehören, sind zeitlos aktuell, sie prägen Genres und beeinflussen Filmschaffende,“ so Ernst Szebedits, Vorstand der Stiftung.
In der zehnteiligen SZ-Stummfilm-Edition erscheinen zudem die Meisterwerke LICHTER DER GROSSSTADT (USA 1931) mit Charlie Chaplin, IRRWEGE EINER EHE (USA 1920) von Cecil B. DeMille, PANZERKREUZER POTEMKIN (UdSSR 1925) von Sergej Eisenstein und INTOLERANZ (USA 1916) von D.W. Griffith. Die Filme können einzeln oder in der Gesamtbox erworben werden.
„Aus eigener Kraft können Archive und Stiftungen ihre umfangreichen, auf analogem Filmmaterial vorliegenden Bestände im digitalen Medienzeitalter der Öffentlichkeit nicht zugänglich machen. Für den Erhalt des Filmerbes sind deshalb alle gefordert: Medien und Wirtschaft ebenso wie Gesellschaft und Staat,“ so Szebedits. Die in diesem Jahr begonnene Förderung von Digitalisierungsprojekten durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie durch die Filmförderungsanstalt (FFA) seien ein Einstieg, der ein Signal des Aufbruchs setzt.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 setzt sich die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung für den Erhalt, die Pflege und die Zugänglichmachung eines Großteils des deutschen Filmerbes von herausragender kultur- und filmhistorischer Bedeutung ein. Ihre Bestände reichen vom Beginn der Laufbilder bis zum Anfang der 1960er Jahre und umfassen 2000 Stummfilme, 1000 Tonfilme und rund 3000 Kurzfilme (Werbe-, Kultur-, Dokumentarfilme). Produktionen aus der Kaiserzeit, dem Weimarer Kino, dem Dritten Reich sowie der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit bilden den Schwerpunkt.
Darunter finden sich neben METROPOLIS (DE 1927/2010) und DIE NIBELUNGEN (DE 1924/2010), die mit glanzvollen Premieren im Jahr 2010 auf die Kinoleinwand zurückgekehrt sind, die großen Klassiker des deutschen Kinos wie DAS CABINET DES DR. CALIGARI (DE 1920), DER BLAUE ENGEL (DE 1929/30), DIE DREI VON DER TANKSTELLE (DE 1955), MÜNCHHAUSEN (DE 1922), GROSSE FREIHEIT NR. 7 (DE 1943/44) und HELDEN (DE 1958), ebenso eine Vielzahl von Filmen bedeutender Regisseure wie Friedrich Wilhelm Murnau, Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Detlef Sierck, Helmut Käutner und Wolfgang Staudte.

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