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Film

Kinoseminar Filmpropaganda

Die Alliierten klassifizierten einen Teil der deutschen Filme, die zur Zeit des Nationalsozialismus entstanden waren, 1945 als Verbotsfilme. Seit 1966 befinden sich die ehemaligen Verbotsfilme im Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und werden unter Vorbehalt in öffentlichen Aufführungen zugänglich gemacht. Darunter fallen die Propagandafilme aus der Zeit des Nationalsozialismus, deren Inhalt kriegsverherrlichend, rassistisch, antisemitisch und/oder volksverhetzend ist und deshalb auf Beschluss des Stiftungs-Kuratoriums nicht für den allgemeinen Vertrieb freigegeben werden. Diese Vorbehaltsfilme stehen jederzeit in den Räumen der Stiftung selbst für schulische, wissenschaftliche und dokumentarische Zwecke zur Sichtung zur Verfügung. Die vielfältigen und jederzeit möglichen bundesweiten öffentlichen Aufführungen in Kinos, Universitäten, Schulen etc. sind eingebunden in einen einführenden Vortrag und eine anschließende Diskussion.

Wir zeigen diese Filme auch in regelmäßigen Abständen im Murnau-Filmtheater. Zu den Vorstellungen gibt es Einführungen und Filmbesprechungen von und mit Horst Walther, M.A. (Institut für Kino und Filmkultur) als auch anderen Referenten.

Dem „braunen“ filmischen Erbe aus der NS-Zeit widmet sich im Murnau-Filmtheater das Kinoseminar Filmpropaganda. Im Oktober zeigen wir noch einmal den antisemitischen Hetzfilm JUD SÜSS – selbstverständlich mit Einführung und Filmbesprechung von Horst Walther, MA (Institut für Kino und Filmkultur). Seminarteilnahme ab 14 Jahren.

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