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Film

Anna Boleyn

(Spielfilm/Hauptfilm)

  • Historienfilm aus dem Jahre 1920
  • Deutsche Erstaufführung: 03.12.1920
  • Länge: 2793m 103min
  • Land: Deutschland
  • Produzent: Paul Davidson
  • Regie: Ernst Lubitsch
  • Drehbuch: Hanns Kräly, Norbert Falk
  • Kamera: Theodor Sparkuhl
  • Musik: Hans Jönsson, Wolfgang Sternberg
  • Bauten: Kurt Richter
  • Kurzinhalt:
    Anna Boleyn ist die Nichte des Großherzogs von Norfolk. Eines Tages wird sie als Hofdame in den Dienst der Königin Katharina berufen. Im Schloß passiert Anna eines Tages ein kleines Mißgeschick, das gleichwohl ihr Leben verändern wird: am Namenstag der Königin verfängt sich ihr Kleid in einer Tür. König Heinrich VIII. wird durch den Zwischenfall auf Anna aufmerksam und findet Interesse an der hübs ...
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    Anna Boleyn ist die Nichte des Großherzogs von Norfolk. Eines Tages wird sie als Hofdame in den Dienst der Königin Katharina berufen. Im Schloß passiert Anna eines Tages ein kleines Mißgeschick, das gleichwohl ihr Leben verändern wird: am Namenstag der Königin verfängt sich ihr Kleid in einer Tür. König Heinrich VIII. wird durch den Zwischenfall auf Anna aufmerksam und findet Interesse an der hübschen Frau. Er stellt ihr nach, umwirbt sie, doch Anna hält an der Beziehung zu ihrem Jugendfreund Heinrich Norris fest. Erst als Heinrich VIII. ihr die Krone anbietet, willigt Anna ein. Gegen den erbitterten Widerstand seiner Frau Katharina und des Papstes setzt Heinrich eine Scheidung durch und feiert mit Anna eine prunkvolle Hochzeit. Das junge Glück findet ein jähes Ende, als Anna anstatt des von Heinrich erhofften Thronfolgers eine Tochter zur Welt bringt. Er läßt sich mit der Hofdame Johanna Seymour ein, während Anna der Prozeß gemacht wird, weil sie angeblich Ehebruch mit ihrem alten Freund Norris begangen hat. Anna wird zum Tode verurteilt. Bereits während ihrer Hinrichtung bereitet Heinrich VIII. seine nächste Trauung vor. Die damals größten deutschen Filmstars, Henny Porten und Emil Jannings, 8 Millionen Mark Produktionskosten, spektakuläre Massenszenen mit viertausend Komparsen, aufwändige Bauten und eine ausgeklügelte Bildkomposition: das opulente Historiendrama ANNA BOLEYN war für die Ufa künstlerisch wie finanziell ein Prestigeobjekt. Schließlich galt es nach dem Ersten Weltkrieg zu beweisen, dass die deutsche Filmindustrie international wieder wettbewerbsfähig war. Lubitschs erstes historisches Werk MADAME DUBARRY hatte im Ausland reüssiert, für ANNA BOLEYN erhoffte man sich Ähnliches. Zu Recht: Die tragische Geschichte der zweiten Frau des britischen Königs Heinrich VIII. avancierte in Deutschland zum Kassenerfolg und wurde für 200.000 Dollar in die USA verkauft. Mehr noch: In Amerika war man so begeistert von dem Epos, dass Henny Porten und Emil Jannings nach Hollywood eingeladen wurden. "Verfilmter Shakespeare? Kostüm- und Prunk-Film? Weder das eine noch das andere, sondern ein unerhörtes Menschenschicksal in einer Filmdichtung ganz großen Ausmaßes zum Leben gebracht", lobte die Zeitschrift Der Film.
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  • Produktion:
    Messter-Film GmbH
    Projektions - AG "Union" (PAGU)
  • FSK-Freigabe: freigegeben ohne Altersbeschränkung