Film

Jud Süss

(Spielfilm/Hauptfilm)

  • Historienfilm aus dem Jahre 1940
  • Deutsche Erstaufführung: 24.09.1940
  • Länge: 2663m 98min
  • Land: Deutschland
  • Regie: Veit Harlan
  • Drehbuch: Ludwig Metzger, Eberhard Wolfgang Möller, Veit Harlan
  • Kamera: Bruno Mondi
  • Musik: Wolfgang Zeller
  • Ton: Gustav Bellers
  • Bauten: Otto Hunte, Karl Vollbrecht
  • Kurzinhalt:
    Der von der nationalsozialistischen Regierung in Auftrag gegebene und als Propagandafilm konzipierte JUD SÜSS ist ein antisemitischer, rassistischer Spielfilm von Veit Harlan aus dem Jahr 1940. Der Film zeigt eine ideologisch verzerrte Version der Biografie der historischen Figur Joseph Süß Oppenheimer. Der jüdische Finanzberater wird vom württembergischen Herzog Karl Alexander an den Hof be ...
    mehr
    Der von der nationalsozialistischen Regierung in Auftrag gegebene und als Propagandafilm konzipierte JUD SÜSS ist ein antisemitischer, rassistischer Spielfilm von Veit Harlan aus dem Jahr 1940. Der Film zeigt eine ideologisch verzerrte Version der Biografie der historischen Figur Joseph Süß Oppenheimer. Der jüdische Finanzberater wird vom württembergischen Herzog Karl Alexander an den Hof berufen, um dessen maßlosen Lebensstil zu finanzieren. Machtbesessen und selbstsüchtig wird Süß inszeniert, bei den Landständen macht er sich entsprechend unbeliebt. Seinen Einfluss nutzt er, um den Judenbann in Stuttgart aufzuheben, woraufhin viele Juden in die Stadt kommen – als Statisten dienten zynischerweise jüdische Bewohner des Warschauer Ghettos. Das tugendhafte, deutsche Gegenbild zu Oppenheimer liefern der Staatsrat Sturm, dessen Tochter Dorothea und ihr Verlobter Faber. Oppenheimer setzt alles daran, Dorothea zur Frau zu nehmen. Da ihm dies nicht gelingt, droht er Faber zu foltern und vergewaltigt sie. Als Oppenheimer den Herzog dazu bringt, die beginnenden Aufstände der Bevölkerung niederzuschlagen, stirbt letzter an einem Schlaganfall. Als dann auch noch entdeckt wird, dass Dorothea Selbstmord begangen hat, wird Oppenheimer von der Bevölkerung festgenommen. Er wird zum Tode verurteilt und gehängt. Alle Juden müssen daraufhin Württemberg verlassen und werden erneut mit dem Judenbann belegt. Die Nationalsozialisten behaupteten fest, der Film würde auf historischen Tatsachen beruhen, allerdings entspricht, mit Ausnahme einiger Personen- und Ortsnamen, nichts der Wahrheit. Auch mit dem Roman „Jew Suss“ (1925) von Lion Feuchtwanger sowie der englischen Verfilmung, hat der Nazi-Film nicht viel gemein. 1933 gab es bereits erste Drehbuchvorschläge zu JUD SÜSS, aber erst 1939 begann die Planung auf der Grundlage des Drehbuchs Veit Harlans. Nach dem Krieg wurde der Regisseur wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ angeklagt. Er selbst wies alle Schuld von sich und wurde freigesprochen. Sicher ist, dass Goebbels jeden Produktionsschritt überwachte und zahlreiche Änderungen am Drehbuch vor nahm.
    weniger
  • Produktion: Terra-Filmkunst GmbH.