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Film

Die Königstochter von Travankore

(Spielfilm/Hauptfilm)

  • Drama aus dem Jahre 1917
  • Deutsche Erstaufführung: 11.11.1917
  • Länge: 1619m 60min
  • Land: Deutschland
  • Regie: Otto Rippert
  • Drehbuch: Margot Berger
  • Kamera: Carl Hoffmann
  • Kurzinhalt:
    Die letzten Purpurstrahlen der scheidenden Sonne umspielen das Schloß des Königs Travankore. Durch Palmengebüsch schlüpft Agra, die Tochter des Königs, zu ihrem Geliebten, Lord Kaewe. Malati, der Minister des Königs, belauscht sie und schmiedet in seiner Eifersucht rachsüchtige Pläne. Auf eilendem Rosse jagt durch die Nacht der Bote des Fürsten von Jhalawar. Er kündet die Ankunft seines Herrn, um ...
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    Die letzten Purpurstrahlen der scheidenden Sonne umspielen das Schloß des Königs Travankore. Durch Palmengebüsch schlüpft Agra, die Tochter des Königs, zu ihrem Geliebten, Lord Kaewe. Malati, der Minister des Königs, belauscht sie und schmiedet in seiner Eifersucht rachsüchtige Pläne. Auf eilendem Rosse jagt durch die Nacht der Bote des Fürsten von Jhalawar. Er kündet die Ankunft seines Herrn, um Agra als seine Gattin heimzuführen. Vergeblich bemüht sich Kaewe, Agra zur Flucht zu verleiten; sie fürchtet die Rache der Götter. In märchenhafter Pracht rauscht Agras Hochzeit dahin. Der Abend senkt sich, die Gäste des jungen Gatten ziehen mit ihm nach dem Liebestempel, um bei den Bajaderen sein Junggesellenleben zu beschließen. Lord Kaewe eilt mit Agra nach demselben Ort, um ihr zu zeigen, welch Wüstling ihr Gatte ist. Malati folgt ihnen und in einer Teestube besticht er drei Inder, den Lord zu ermorden. Ein blinder Joghi hört der heimlichen Besprechung Malatis zu. Im Liebestempel wogt buntes und sinnliches Durcheinander vornehmen Hochzeitsvolks und Bajaderen. Plötzlich ertönen gellende Schreie, tigerkatzengleich springen drei dunkle Gestalten unter die Männer. Durch das Dorf, dem Schlosse zu eilen Agra und der Lord. Malati betritt den Liebestempel und findet nicht den Lord, sondern den jungen Gatten ermordet. Düster feierlich bewegt sich der Totenzug nach dem Schloss zurück, und Malati klagt vor dem König dessen eigene Tochter des Mordes an. Nach alter indischer Sitte gebietet der König, sein Kind mit der Leiche des Ermordeten zu verbrennen. Verlöscht sind die letzten Lichter des Himmelgestirnes, leise weht durch die Fächer der Palmen ein nächtliches Rauschen. Unter den Bäumen bewegt sich ein schauerlicher Zug, begleitet von dem flackernden Schein der Fackeln und vielem Volke geht Agra ihren letzten Weg. Auf dem Scheiterhaufen bindet man sie fest. Malati kündet dem Volke auf Geheiß des Königs Agras Verbrechen, da bahnt sich ein blinder Joghi den Weg zum Fürsten. "Das ist der Mörder, ich erkenne seine Stimme wieder," tönt es gellend von seinen Lippen. Der Lord stürzt zum Scheiterhaufen, aus den Flammen trägt er Agra zum König und das Volk zerrt Malati hinauf in die Flammen. Die Hände der Liebenden legt der König ineinander - kreischend umtanzt die Menge den sterbenden Malati - die lodernde Glut steigt steigt zum Himmel empor, als grausige Hochzeitsfackel in weite Ferne leuchtend.
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  • Produktion: Decla-Film-Ges. Holz & Co.