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Frida Richard (*1.11.1873 in Wien; †12.9.1946 in Salzburg) war eine österreichische Schauspielerin. Sie besuchte die Theaterschule in Wien. Zu ihren Kommilitonen zählten Max Reinhardt und Fritz Richard, den sie 1898 heiratete.
Das Paar zog 1905 nach Berlin und ab 1908 trat Frida Richard auf diversen Bühnen auf.  Außer in Berlin spielte sie auch in Wien und bei den Salzburger Festspielen. Ab 1910 war sie häufiger im damals noch jungen Medium des Films zu sehen. Sie verkörperte meist besorgte Mütter, Dienerinnen oder Beraterinnen. Sie spielte in Filmen von berühmten Regisseuren wie F. W. Murnau PHANTOM (1922) mit.

Nach der Einführung des Tonfilms blieb Frida Richard eine vielbeschäftigte Nebendarstellerin. Während der Zeit des Nationalsozialismus wirkte sie auch in Produktionen wie dem Liebesfilm AUF WIEDERSEHEN, FRANZISKA! (1941, Regie: Helmut Käutner) und dem Künstlerporträt REMBRANDT (1942, Regie: Hans Steinhoff) mit, die nicht frei von propagandistischen Einflüssen waren. Das bayerische Lustspiel DIE KREUZLSCHREIBER (1944/50) wurde zum Überläufer-Film, d.h. dass es zwar bereits zwischen Juli und Oktober 1944 während den letzten Monaten der NS-Diktatur gedreht wurde, allerdings erst 1950 zur Uraufführung gelang. Die Premiere ihres letzten Spielfilms erlebte die am 12.9.1946 in Salzburg verstorbene Frida Richard nicht mehr.

Foto: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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