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Dita Parlo wurde am 4. September 1907 als Gerda Olga Justine Kornstädt in Stettin geboren. Sie nahm in der Jugend Ballettunterricht und studierte anschließend an der Ufa-Schauspielschule in Babelsberg. Anfang 1928 erhielt sie ihre erste kleine Filmrolle in DIE DAME MIT DER MASKE. Dabei wurde sie von Produzent Erich Pommer entdeckt, der ihr die Hauptrolle in seinem Film HEIMKEHR als leidgeprüfte junge Arbeiterfrau gab. Noch im gleichen Jahr war sie neben Willy Fritsch in UNGARISCHE RHAPSODIE zu sehen und bereits ein Jahr später spielten sie zusammen im ersten Ufa-Tonfilm MELODIE DES HERZENS.

Nach den Erfolgen in Deutschland ging Parlo 1930 gen Hollywood, wo sie zunächst in deutschen Fassungen amerikanischer Filme mitwirkte und später, mit mäßigem Erfolg, in englischsprachigen Produktionen wie HONOR OF THE FAMILY (1931) und MR. BROADWAY (1933). Im Anschluss kehrte die Schauspielerin nach Europa zurück, lebte zunächst in der Schweiz und kurz darauf in Frankreich, wo sie den Franzosen Franck Gueutal (1904–1983) heiratete. In Frankreich spielte sie in zwei herausragenden Filmen, die auch heute noch zu den Höhepunkten des frühen französischen Kinos zählen: als feinfühlige junge Ehefrau in L’ATALANTE (1934) und an der Seite von Jean Gabin in Jean Renoirs pazifistischem Meisterwerk DIE GROSSE ILLUSION (1937).

Kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde Dita Parlo nach Deutschland ausgewiesen. Ihre Filmkarriere war damit faktisch beendet. Nach Kriegsende kehrte sie nach Frankreich zurück und verfasste Bühnenstücke und Drehbücher, von denen aber keines verfilmt wurde. Dita Parlo starb am 13. Dezember 1971 in Paris.

 

Bild: Quelle DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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