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In der Filmindustrie unter den Nationalsozialisten wurde eine Vielzahl von Historienfilmen produziert. Diese spiegelten selten historischen Tatsachen wider, sondern sollten im Sinne der NS-Ideologie auf das Kinopublikum wirken. Besonders beliebt waren Biopics über „große Deutsche“ und historische Persönlichkeiten aus dem mitteleuropäischen Raum – von Politikern wie Bismarck über Wissenschaftler wie Robert Koch bis hin zu Künstlern wie Wolfgang Amadeus Mozart. Die Intention hinter diesen teils sehr aufwendig produzierten und hochkarätig besetzten Filmbiografien war es, eine Analogie zu Adolf Hitler und dessen von der NS-Propaganda behauptetem „Genie“ herzustellen.

Die melodramatisch aufbereitete sowie starbesetzte Filmbiografie DIESEL schildert das Leben des deutschen Ingenieurs und Erfinders des Dieselmotors Rudolf Christian Karl Diesel (1858-1913) – gespielt vom damaligen Ufa-Star Willy Birgel – und steht in der Tradition der bereits oben erwähnten Filmbiografien über „große Deutsche“. Wir zeigen das Biopic im September 2021 mit einer Einführung von Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik.

Foto oben: Quelle DFF-Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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