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Wiesbadener Erstaufführung: Der Flughafen Tempelhof in Berlin – das größte Baudenkmal Europas – steht für die monumentale Selbstinszenierung der Nationalsozialisten, ist aber durch die Luftbrücke von 1948/49 auch zu einem Symbol der Freiheit geworden. Seit Herbst 2015 dienen einige Hangars als Flüchtlingsnotunterkunft. Der Syrer Ibrahim und der Iraker Qutaiba träumen mit mehr als 2000 Geflüchteten davon, endlich anzukommen. Voller Hoffnung bereiten sie sich mit Übersetzern, Ärzten, Sprachlehrern und Jobvermittlern auf ein neues Zuhause in Deutschland vor. Fehlende Rückzugsmöglichkeiten sowie Kommunikations- und Verwaltungsbarrieren werden dabei zur Herausforderung, während auf dem benachbarten Tempelhofer Feld Berliner und Touristen ihrem Alltag entfliehen. Chaos und Harmonie: zwei Welten an einem Ort.

Der Dokumentarfilm feierte seine Weltpremiere auf den 68. Internationalen Filmfestspielen von Berlin in der Sektion „Panorama Dokumente“ und wurde dort mit dem Amnesty-Filmpreis 2018 ausgezeichnet.

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Pressestimmen:

„Karim Aïnouz findet in CENTRAL AIRPORT THF die perfekte Balance zwischen Mensch und Ort, eine seltene begleitende Dokumentation, die die Schönheit räumlicher Formen erkennt, ohne die Individuen zu vergessen, die in diesen wohnen.“ (Variety)

„Regisseur Karim Aïnouz gelingt es in seiner dokumentarischen Studie der Situation auf dem Flughafen Tempelhof 2016/17 vorzüglich, verschiedene Schicksale und Perspektiven zu einer dichten und vielschichtigen Ansicht zu verweben.“ (epd-Film)

In Kooperation mit Amnesty International Wiesbaden

Do 12.7. 18.00 OmU
Fr 13.7. 20.15 OmU
Sa 14.7. 18.00 OmU
Gesellschaftliche Entwicklungen
ZENTRALFLUGHAFEN THF
Regie: Karim Aïnouz, DE/FR/BR 2017, 101 min, DCP, OmU, FSK: ab 0

Diskussion im Anschluss am 13.7. mit Dr. Ines Welge (Hessischer Flüchtlingsrat und Beauftragte der evangelischen Landeskirche Hessen und Nassau für Kirchenasyl)

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